30.09.2011 | 11:00:00 | ID: 10820 | Ressort: Landwirtschaft | Agritechnica

Agritechnica 2011: Zwei Goldmedaillen und 39 Silbermedaillen für Neuheiten

Frankfurt/Main (agrar-PR) -

Die weltweit führende Landtechnikausstellung Agritechnica, wird durch ein Neuheiten-Feuerwerk gekennzeichnet sein. Bis Anfang September wurden beim Agritechnica-Veranstalter, der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), über 300 Neuheiten angemeldet. Dies ist als deutliches Signal zu werten, dass die Landtechnikhersteller mit einer Innovationsoffensive in die kommenden Jahre starten. Zugleich unterstreicht es die Stellung der Agritechnica als weltweite Innovationsbörse für ihre Branche. Die Agritechnica findet vom 15. bis 19. November 2011 (Exklusivtage am 13. und 14. November) auf dem Messegelände in Hannover statt.

Eine von der DLG eingesetzte, neutrale Expertenkommission hat aus den angemeldeten Neuheiten nach strengen Kriterien insgesamt zwei Neuheiten mit Goldmedaillen und 39 Neuheiten mit Silbermedaillen ausgezeichnet:


Goldmedaillen


Guide Connect „Elektronische Deichsel"

AGCO GmbH Fendt, Marktoberdorf, Deutschland, Halle 9, Stand C11

Erstmalig wird dem Landwirt ein System angeboten, bei dem ein fahrerloser Traktor auf dem Feld vollautomatisch einem vorausfahrenden Traktor folgt. Die beiden Fahrzeuge kommunizieren über Funk und werden von einer hochpräzisen GPS-Lenkung gesteuert. Der Fahrer des führenden Traktors überwacht beide Maschinen und kann auf die Bedienungsoberfläche der folgenden Maschine vollständig zugreifen. Mit der gleichzeitigen Arbeit zweier Traktoren steigt die Produktivität des Fahrers entscheidend. Zwei kleinere Traktoren lassen sich im Gegensatz zu einer ähnlich leistungsfähigen Großmaschine flexibler nutzen und verursachen eine geringere Bodenbelastung.


NON-STOP Rundballen-Press-Wickelkombination Ultima

Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik, Spelle, Deutschland, Halle 27, Stand G15

Das Pressen von Rundballen ist eine anspruchsvolle Erntearbeit. Optimale Ballenform und Pressdichte mit gleichmäßig eingebundenen und gewickelten Ballen sind das Ziel. Die modernen Presssysteme bieten eine hohe Schlagkraft während des Aufsammelns und Verdichtens. Die Arbeit muss jedoch für den Binde- und Ablagevorgang unterbrochen werden. Mit der NON-STOP-Entwicklung ist ein kontinuierlicher Arbeitsvorgang, vom Pressen, Binden, Wickeln und Abladen möglich. Die neue intelligente Steuerung einer Vorkammer mit Vorpressfunktion erlaubt erstmals eine vollautomatische Arbeitsweise. Die Fahrgeschwindigkeit des Schleppers wird an die Auslastung der Presse angepasst. Der Fahrer wird durch den vollautomatischen Ablauf entlastet. Die Durchsatzleistung der Maschine kann um bis zu 50 % gesteigert werden. Das erhöht die Schlagkraft und die Auslastung der Maschine. Diese neue Kombination erhöht die Arbeitsleistung und -qualität und senkt die Energie- und Lohnkosten.


Silbermedaillen


Olivenerntemaschine

New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien
Halle 3, Stand D06

In intensiven Olivenplantagen wird mit dieser neu entwickelten Maschine die Ernteeffizienz um ca. 20 % gesteigert. Hierzu wurden erntezonenabhängige Schüttlersysteme entwickelt, die den Baum und die neuen Blüten schonen. Der Durchgang der Maschine kann an die Kronenstärke angepasst werden. Mit der neuen Technik wird die Flächenleistung mehr als verdoppelt.


Smart Key - Intelligenter elektronischer Schlüssel

New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien, Halle 3, Stand D06

Dieser neue Universalschlüssel erhält einen RFID-Chip, der dem Fahrer nur die Nutzung von freigeschalteten Maschinen erlaubt. So können nicht nur die versicherungsrechtlichen Anforderungen (Wegfahrschutz) erfüllt werden, sondern auch die personenspezifischen Nutzungsberechtigungen erteilt werden. Jeder Fahrer braucht für alle Maschinen nur noch einen Schlüssel, der auch in Altmaschinen ohne RFID-Technik passt. Auf dem Schlüssel hinterlegte fahrerspezifische Einstellungen werden vom Fahrzeug automatisch übernommen und die Identität des Fahrers in der Arbeitsdokumentation abgespeichert.


Entlastende Regelung des Frontkrafthebers

AGCO GmbH Fendt, Marktoberdorf, Deutschland, Halle 9, Stand C11

Der Auflagedruck von bodengeführten Geräten (z.B. Mulcher, Mähwerk oder Schneepflug) kann vom Fahrerplatz aus und während der Fahrt über das Terminal eingestellt werden. Ein Lagesensor am Fronthubwerk erkennt Unebenheiten unmittelbar aktiv und passt den Entlastungsdruck automatisch an. Bei gleichbleibendem Auflagedruck folgt das Gerät dynamisch sich ändernden Bodenkonturen.


Fendt Cargo Profi - Automatisierter Frontlader mit Wiegeeinrichtung

AGCO GmbH Fendt, Marktoberdorf, Deutschland, Halle 9, Stand C11

Der Funktionsbereich des Frontladers wird mithilfe zusätzlicher Sensorik deutlich erweitert und ermöglicht damit neue Funktionen: Zwei Endpositionen von Schwinge und Werkzeug können vorgewählt und automatisch angefahren und damit der Arbeitsbereich begrenzt werden (Memo-Funktion). Die Ergebnisse des integrierten Wiegesystems mit Neigungssensor werden dokumentiert. Zudem gibt es eine Rüttelfunktion, eine geschwindigkeitsabhängige Dämpfung und eine Endlagendämpfung. Die Bedienung ist komplett in das Traktorterminal integriert.


John Deere Active Seat II

John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland
Halle 13, Stand C30

Active Seat II ist ein innovatives Fahrersitzkonzept, dessen aktive Komponenten erstmalig aus elektrisch/elektronischen Bauteilen bestehen. Der Einsatz dieses elektrisch betriebenen Systems führt gegenüber dem bisherigen hydraulischen System zu einem deutlich schnelleren Ansprechen, einer nochmaligen Reduktion der Schwingungsbelastung, bei einer gleichzeitigen Reduzierung des notwendigen Leistungsbedarfs um 90 % (54 W an Stelle von 500 W).


John Deere „H"-Frontlader - Automatisierter Frontlader mit elektrohydraulischer Parallelführung

John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland, Halle 13, Stand C30

Die neue Frontladergeneration bietet programmierbare Zielpositionen der Laderschwinge und der Laderwerkzeuge sowie eine sich elektronisch - über den gesamten Hubbereich - selbsteinstellende Position der Laderwerkzeuge (elektrohydraulische Parallelführung). Durch die Einstellung am Traktorterminal bilden Traktor und Frontlader eine funktionale Einheit.


Potato Suite - Bessere Kartoffelqualität durch umfangreiche Steuerung des Traktors durch den Roder

Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Damme, Deutschland, Halle 2, Stand C33, John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland, Halle 13, Stand C30

Mit dem Ziel, die Arbeitsqualität des Roders zu optimieren, übernimmt dieser die Steuerung des Traktors in einem bisher nicht realisierten Funktionsumfang. So wird der Traktor vom Roder gelenkt, die Fahrgeschwindigkeit abhängig vom Schlupf des Krautbandes, der Separatorauslastung und dem Füllstand des Grabbandes geregelt, auf die hydraulischen Zusatzsteuergeräte zugegriffen und das Vorgewendemanagement aktiviert. Dazu notwendige Geräteparameter werden im erweiterten Umfang im ISOBUS hinterlegt.


Traubenvollernter V 6060, Traubenernte mit verbesserter Sicherheit und Effizienz

New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien, Halle 3, Stand D06

Das neue mehrstufige Sicherheitskonzept mit Radlastbestimmung reduziert nicht nur die Umsturzgefahr, sondern auch anderweitige Gefahren des Betriebs. Durch die konsequente Nutzung elektronisch geregelter hydrostatischer Antriebe unter Einbeziehung des Motormanagements wird zudem eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs von über 30 % erzielt. Dies bedeutet nicht nur geringere Betriebskosten, sondern eine deutliche Verbesserung der CO2-Bilanz in entsprechend sensibilisierten Märkten.


Intelligentes Anhängerbremssystem

New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien, Halle 3, Stand D06

Bei Traktoren mit stufenlosen Getrieben lässt sich die Fahrgeschwindigkeit durch Betätigung des Fahrhebels reduzieren, ohne die Bremse zu betätigen. Im Gespannbetrieb mit Anhängern kann es dadurch bislang zu gefährlichen Fahrsituationen kommen. Das ausgezeichnete System erkennt aktiv die aktuelle Fahrsituation und verhindert durch die gezielte Abbremsung des Anhängers das Wegschieben des Traktors. So bleibt das Gespann stabil und Unfälle werden vermieden. Das System arbeitet ohne zusätzliche Maßnahmen am Anhänger und ist deshalb mit allen fremdkraftgebremsten Anhängern einschließlich moderner ABS-Technik kompatibel.


Elektronisches Bremssystem (EBS) mit Roll-Stabilitäts-System (RSS)

Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik, Spelle, Deutschland, Halle 27, Stand G15

Krone passt das vom LKW-Zug bekannte Elektronische Brems- und Stabilitäts-System an die besonderen Bedingungen landwirtschaftlicher Anhänger an. Damit erreichen diese nicht nur eine erhöhte Bremssicherheit, sondern auch eine aktive Stabilisierung durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder. Dadurch werden die Fahreigenschaften verbessert, die Fahrsicherheit erhöht, die Kippgefahr reduziert und die Gefahr des Aufschaukelns vermindert. Dies gewinnt mit den zunehmend größeren und schnelleren Transporteinheiten an Bedeutung.


Fahrerassistenzsystem Vertical Lift System (vls) - Smart Handling

Weidemann GmbH, Diemelsee-Flechtdorf, Deutschland, Halle 6, Stand C25, CLAAS Vertriebsgesellschaft, Harsewinkel, Deutschland, Halle 13, Stand C17

Das Ansprechen des Überlastschutzes unterbricht die Arbeitsbewegung eines Teleskopladers und reduziert die Ladeleistung. Mit dem neuartigen Fahrerassistenzsystem wird vor dem Erreichen der Überlast der Teleskoparm automatisch etwas eingefahren, so dass die Überlastsicherung den Arbeitsfluss nicht mehr unterbricht. Diese Kopplung von Senk- und Teleskopbewegung kann auch für die automatische vertikale Lastabsenkung bzw. -anhebung genutzt werden, was den Fahrer bei der Bedienung entlastet.


Smart Chassis - Mechatronische Trägerplattform

Ludwig Bergmann GmbH Maschinenfabrik, Goldenstedt, Deutschland, Halle 27, Stand C26, Fachhochschule Osnabrück, COALA Kompetenzzentrum, Osnabrück, Deutschland, Halle 19, Stand E19

Das neuartige universelle Chassis integriert in modularer Bauweise aktive Wankstabilisierung, Traktionsmanagement, Neigungsausgleich, Niveauregulierung, Liftachse und Wiegefunktion. Die mechatronische Trägerplattform ist für beliebige landwirtschaftliche Aufbauten ausgelegt und optional mit den genannten Ausstattungen ausrüstbar.


Rigitrac EWD 120 - Einzel gesteuerte, elektrisch angetriebene Räder am Traktor

RIGITRAC Traktorenbau AG, Küssnacht am Rigi, Schweiz, Halle 4, Stand F10a, EAAT GmbH Chemnitz, Chemnitz, Deutschland, Halle 27, Stand C56f, Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik, Dresden, Deutschland, Halle 19, Stand E22

Die elektrischen Einzelradmotoren lassen sich individuell sehr präzise steuern, wodurch erstmalig gezielt Drehmomente um die Hochachse aufgebaut werden können (Torque Vectoring). Dies bietet in Hanglagen Vorteile bezüglich der Fahrsicherheit, und ist in der Ebene die Voraussetzung für eine Optimierung der Traktion. An externe Verbraucher kann bis zu 80 kW elektrische Leistung abgegeben werden.


Bodenwalzen-Antischlupfregelung (ASR)

Lemken GmbH & Co. KG, Alpen, Deutschland, Halle 11, Stand B41

Insbesondere auf sandigen Böden kann es auch bei Packerwalzen mit großem Durchmesser zum Aufschieben von Boden kommen. Durch das Impulsrad der Bestellkombination wird die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit gemessen und mit der Drehzahl der Packerwalze verglichen. Beim Aufstauen von Erde entsteht Schlupf an der Walze. Durch die Einbindung des Bodenwalzen-ASR in ein TIM-System (Gerät steuert Traktor) kann die Schlupfmessung an der Packerwalze zur Regelung des Dreipunkthubwerkes am Traktor genutzt werden. Es erfolgt solange eine Gewichtsverlagerung von der Walze auf die Traktorhinterräder bzw. auf ein Fahrwerk des Gerätes, bis der Schlupf behoben ist. So werden insbesondere auf leichten Standorten gleichmäßige Tiefenführung und störungsfreier Einsatz mit gleichmäßigem Zugkraftbedarf verknüpft.


Automatische Schardruckregelung

Lemken GmbH & Co. KG, Alpen, Deutschland, Halle 11, Stand B41

Die automatische Schardruckregelung gewährleistet eine gleichbleibende Ablagetiefe des Saatgutes, unabhängig von veränderten Bodenbedingungen oder Fahrgeschwindigkeiten. Die serienmäßige, zentrale, hydraulische Schardruckeinstellung des OptiDisc Doppelscheibenschar mit Tiefenführungsrolle schafft die Voraussetzung dazu. Ein Sensor an der Tiefenführungsrolle erfasst die Druckveränderungen und liefert den Messwert für die zentrale Schardruckregelung. Indem Druckveränderungen an der Tiefenführungsrolle durch das automatische Schardrucksystem kompensiert werden, bleiben der Druck an der Tiefenführungsrolle und damit die Ablagetiefe des Saatgutes unabhängig von wechselnden Bedingungen konstant. Bei Überfahrten vom sandigen Lehm über eine Lehmkuppe in eine sandige Senke wird der Fahrer entlastet, da er den Schardruck nicht manuell verstellen muss. Ein gleichmäßiger Feldaufgang schafft die Grundlage für eine gute Bestandesentwicklung mit vermindertem Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln.


Rauch SPREAD CONTROL

Rauch Landmaschinenfabrik GmbH, Sinzheim, Deutschland, Halle 15, Stand D36

Die Steuerung SPREAD CONTROL für Scheibendüngerstreuer bietet die Möglichkeit, das Öffnen und Schließen der Dosierschieber an Vorgewenden und Streukeilen zu automatisieren und gleichzeitig zu optimieren. Im Gegensatz zu bisherigen Systemen erfolgt erstmalig in Abhängigkeit von Kennwerten der Stoffeigenschaften des Mineraldüngers eine exakte Berechnung der optimalen Schaltpositionen. Die von Dünger zu Dünger unterschiedliche räumliche Ausdehnung eines Streubildes aufgrund unterschiedlicher Flugeigenschaften werden dabei berücksichtigt. Damit arbeitet Spread Control unabhängig von bislang unpräzisen Erfahrungswerten des Traktorfahrers in Bezug auf das Ein- und Ausschalten der Dosierschieber. Gleichzeitig stellt Spread Control die Basis für optimierte Düngerverteilung in Feldkeilen (Teilbreitenschaltungen), nicht fahrgassengerechten Arbeitsbreiten und schrägen Fahrgassen zur Verfügung. Durch die optimalen Schaltpositionen im Feld werden Düngemittel eingespart, Über- bzw. Unterversorgung der Pflanzen vermieden, eine bedeutende Qualitätssteigerung erreicht und die Umwelt geschont. Der Fahrer des Traktors kann sich auf die Bedienung und Überwachung der Maschine konzentrieren.


GEOspread

Kverneland Group Deutschland GmbH, Soest, Deutschland
Halle 5, Stand C38

GEOspread ist eine GPS-Teilbreitenschaltung mit einer online-Aufgabepunktverstellung. Mit GEOspread ausgerüstete Zentrifugalstreuer helfen dem Nutzer, Dünger am Feldrand, am Vorgewende und in Keilen automatisiert und optimiert zu streuen. Reduziert man lediglich den Mengenfluss und die Drehzahl einer Scheibe, hat dies negative Veränderungen des Streubildes zur Folge. GEOspread geht hier einen deutlichen Schritt weiter, denn erst eine „online-Aufgabepunktverstellung" wird einer Teilbreitenschaltung bei Streuern mit optimiertem Streubild gerecht. Ein zweiter Stellmotor verändert dabei online den Aufgabepunkt und damit den Abwurfwinkel des Düngers in Abhängigkeit von der GPS-Position und passt gleichzeitig die Streumenge entsprechend an. Die Streuscheibengeschwindigkeit bleibt dabei konstant, um die Querverteilung nicht negativ zu beeinflussen. GEOspread arbeitet herstellerübergreifend an allen Universalterminals, die eine ISOBUS-Teilbreitenschaltung unterstützen.


HeadlandControl

Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 14, Stand A20

Das Grenzstreuverfahren HeadlandControl ermöglicht ein optimiertes Düngerstreuen in den Grenzbereichen der Feldflächen. Die Feldgrenzen bestehen aus verschiedenartigen Seitenabschnitten, wie beispielsweise den Vorgewenden und Feldkeilen, mit jeweils Mehrfachüberlagerungen der Streufächer. Nur auf wenigen Grenzbereichen kann heute ein korrektes Grenzstreuverfahren durchgeführt werden. HeadlandControl besteht aus einer automatisch schaltbaren, scheibenintegrierten Grenzstreueinrichtung (AutoTS) und einer Streufächer-Software zur Steuerung der Grenzstreueinrichtung, die die 3-dimensionalen Eigenschaften des Streufächers bei der Überlagerung berücksichtigt und entsprechend anpasst. Die HeadlandControl-Software ist auf dem ISOBUS-Bedienterminal AMAPAD installiert und kommuniziert über ISOBUS mit dem Gerät. Die Verteilcharakteristik innerhalb des Streufächers wird immer so verändert, dass sie zu den jeweiligen Grenz- bzw. Überlappungsbereichen passen. Hierbei werden die zu erwartenden Ergebnisse der vorgeplanten, nachfolgenden Anschlussfahrten von vornherein berücksichtigt. Die Grenzbereiche werden weder über- noch unterdüngt. Der Dünger wird optimal genutzt, das Ertragspotential auch in den Grenzbereichen voll ausgeschöpft. Alle Umweltauflagen lassen sich einhalten und optimale Pflanzenverfügbarkeit minimiert Auswaschungen. Durch den automatisierten Arbeitsablauf wird der Fahrer entlastet.


WindControl

Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 14, Stand A20

WindControl ist zum Ausgleich des Windeinflusses beim Einsatz von Zentrifugalstreuern entwickelt worden. Ziel dabei ist, dass auch bei schwierigen Windverhältnissen die Acker- und Feldflächen gleichmäßig entsprechend den Vorgaben gedüngt werden. Der Streuer ist mit einer Wetterstation ausgerüstet, die die momentan wirkenden Windverhältnisse in Stärke und Richtung im Bereich des Streufächers erfasst. Ein Verstellmechanismus, kombiniert mit einer Steuerungssoftware, verändert die Streutellerdrehzahlen und Düngeraufgabepunkte, um windbedingte Änderungen des Streukegels zu kompensieren. Dabei werden auch verschiedene Düngersorten mit unterschiedlicher Korngrößenverteilung berücksichtigt. Die Stoffeigenschaften des Düngers wirken sich auf die Schwebegeschwindigkeit aus. Mit der messtechnisch ermittelten Schwebegeschwindigkeit lässt sich wiederum der Luftwiderstandsbeiwert/cw-Wert bestimmen. Diese ermittelten Werte sind im Jobrechner hinterlegt, so dass es möglich ist, die entsprechenden Eigenschaften der verschiedenen Düngersorten für ein Berechnungsmodell zu nutzen. Mit den von der am Düngerstreuer montierten Wetterstation ermittelten Daten werden im Jobrechner die notwendigen Korrekturen berechnet und das Streuwerk des Düngerstreuers entsprechend eingestellt. Das Ergebnis ist eine Querverteilung, die auch unter Windeinfluss stabil ist. Dies optimiert die Düngewirkung und hilft Verunreinigungen von Gewässern vorzubeugen. Darüber hinaus wird der mögliche Einsatzzeitraum erweitert.


Sensorische Düsenüberwachung

INUMA Fahrzeug-Service und Maschinenbau GmbH, Aschara, Deutschland, Halle 15, Stand A08


Düsenmonitor 750T

TeeJet Technologies GmbH, Ludwigsburg, Deutschland, Halle 14, Stand D02


Einzeldüsenüberwachung

Lemken GmbH & Co. KG, Alpen, Deutschland, Halle 11, Stand B41

Durch den Einsatz von Sensoren an jedem Düsenhalter wird der Flüssigkeitsdurchsatz jeder Einzeldüse erfasst. Die Anmelder setzen hierfür verschiedene Sensoren ein. Diese Art der sensorischen Überwachung hat gegenüber der herkömmlichen Überwachung durch Sichtkontrolle deutliche Vorteile, da eine beschädigte oder verstopfte Düse im Spritzgestänge zuverlässig festgestellt werden kann. Eine Fehlfunktion der Einzeldüse wird automatisch und verzögerungsfrei im Display des Terminals angezeigt, so dass der Anwender diese dann umgehend beseitigen kann.


Terminal-Software zum Restmengenmanagement

Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 14, Stand A20

„AcuraSpray" ist eine Software für das neue Amapad-Terminal von Amazone, die aus den Modulen „Smar Refill" und „Work-to-Zero" besteht und für optimale Nachfüllzeitpunkte und minimale Restmengen sorgt. Smart Refill gibt dem Anwender den richtigen Befüllzeitpunkt mit minimalen Leerfahrten an, in dem das System die zu behandelnde Fläche und die anstehenden Fahrspuren mit der verbleibenden Behälterfüllung abgleicht. Reicht die Restmenge im Behälter für eine weitere Fahrgasse nicht mehr aus, bekommt der Anwender den Hinweis, das Gerät wieder zu befüllen. Damit wird verhindert, dass der Behälter mitten in einer Fahrgasse leer ist, unnötige Fahrten können dadurch unterbleiben.

Mit Work-to-Zero wird bei der letzten Behälterfüllung die Aufwandmenge so angepasst, dass am Ende der Behandlung sowohl keine Restfläche unbehandelt bleibt, als auch keine unnötige Restmenge im Behälter anfällt. Die Anpassung der Aufwandmenge erfolgt automatisch, indem jeweils der aktuelle Tankinhalt gemessen und die voraussichtlich noch zu behandelnde Restfläche errechnet wird. Eine zu große Restmenge führt zu einer Erhöhung der Aufwandmenge, eine zu geringe Restmenge hat eine Verminderung der Aufwandmenge zur Folge. Da Smart Refill die noch zu behandelnde Restfläche sehr exakt ermittelt, wird bereits bei der Berechnung der letzten Füllung sichergestellt, dass nur minimale Abweichungen von der eingestellten Aufwandmenge auftreten.


BoomWash - Automatische Spritzgestänge-Außenreinigung

Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 14, Stand A20

BoomWash ist eine Gestängereinigungseinrichtung, die nach Beendigung der Pflanzenschutzmaßnahme automatisch eine Spritzgestänge-Außenreinigung durchführt. Die beiden Auslegerpakete werden hierbei vor dem endgültigen Zusammenklappen von vier Düsen, die mittels eines Schlittens unter dem Spritzgestänge hinwegbewegt werden, gereinigt. Der Anwender kann die Reinigung aus der Kabine heraus über das Bedienungsterminal „Amadrive" starten und auf dem Feld vornehmen, noch bevor die Pflanzenschutzmittel antrocknen und ohne dabei selbst mit dem Pflanzenschutzmittel in Kontakt zu kommen. Die Hochdruckdüsen sorgen für eine effektive, zeit- und wassersparende Arbeitsweise des Systems. Voraussetzung hierfür ist eine neue integrierte Klarwasserpumpe, wie dies im Komfortpaket 2 des Pantera 4001 gegeben ist.

Dem Praktiker wird hiermit eine anwenderfreundliche und sachgerechte Gerätereinigung ermöglicht, der durch Verminderung von Punkteinträgen auch eine hohe ökologische Relevanz zukommt.


Quantofill M - Zudosierautomat für flüssige Pflanzenschutzmittel

agrotop GmbH, Obertraubling, Deutschland, Halle 14, Stand C23

„Quantofill M" ist ein Zudosierautomat, der flüssige Pflanzenschutzmittel aus dem Originalgebinde in der jeweils benötigen Menge entnimmt und in der richtigen Reihenfolge kontaminationsfrei dem Behälter des Pflanzenschutzgerätes zuführt. Er errechnet für die erforderliche Menge an Behandlungsflüssigkeit selbsttätig die jeweils benötigte Menge der bis zu 5 verschiedenen Pflanzenschutzmittel. Nach Zudosierung jedes einzelnen Präparates führt das Gerät eine Spülung durch und reinigt sich bei der letzten Tankfüllung automatisch unter Anrechnung der noch in den Leitungen befindlichen Produktmengen. Über eine beigestellte Gebindespülvorrichtung können die entleerten Behältnisse gespült und die Spülflüssigkeiten dem Pflanzenschutzgerät zugeführt werden.


Machine Sync

John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland, Halle 13, Stand C30

Die Getreideabfuhr bei der Ernte mit mehreren Mähdreschern auf großen Schlägen oder in kleinstrukturierten Regionen wird oft zum leistungsbegrenzenden Faktor, weil der Fahrer des Abfuhrfahrzeuges weder den genauen Bunkerfüllstand der Mähdrescher noch deren Position und Fahrtrichtung auf dem Schlag kennt. Dies ist insbesondere auf kupierten Schlägen und bei Nachtarbeit sowie bei der Ernte vieler kleiner Schläge ein Problem der Abfuhrlogistik. Das Logistik-Optimierungssystem von John Deere besteht aus einem Sender-Empfängersystem zwischen Mähdrescher und Traktor. Der Traktorfahrer sieht auf dem Monitor die Position, die Fahrtrichtung und die Bunkerfüllstände der Mähdrescher. Er kann auch die Gemarkung anzeigen lassen, um den Mähdrescher auf kleinen Schlägen zu finden. Zielgerichtet wird dann der Mähdrescher mit dem meist gefüllten Bunker zuerst angefahren, um Stillstandszeiten und unnötige Fahrstrecken auf dem Schlag zu vermeiden. Machine Sync ist somit eine Optimierungshilfe für die Getreideabfuhr auf dem Schlag und zwischen Schlägen und demzufolge eine zukunftsweisende Weiterentwicklung.


Zentraler Messerantrieb für Schneidwerke

New Holland Agriculture Equipment Spa, Turin, Italien, Halle 3, Stand D06

Übliche Messerantriebe bei Schneidwerken sind entweder einseitig, oder bei großen Arbeitsbreiten von mehr als zehn bis elf Metern beidseitig angebracht. Beidseitige Antriebe müssen synchronisiert werden, um Vibrationen der sonst nicht exakt gegenläufigen Messer zu minimieren. Darüber hinaus wird das Schneidwerk breiter, weil der Messerantrieb seitlich montiert ist. Das breitere Antriebsgehäuse kann Verluste beim Teilen der Druschfruchtbestände verursachen. Der neue zentrale Messerantrieb von New Holland befindet sich daher in der Mitte des Schneidwerkes zwischen Schneidtisch und Gleitkufe und treibt zwei gegenläufige Messerhälften nach außen an. Die Konstruktion erlaubt eine einfachere Erweiterung auf größere Schnittbreiten und arbeitet ebenso vibrationsarm, wie ein einfacher Messerantrieb. Das Schneidwerk ist im Vergleich zum einseitigen Antrieb beidseitig gleichgewichtig und beide Seitengehäuse sind schmaler. Dies erleichtert das Handling und die Bestandesteilung. Außerdem wird der hydraulische Antrieb geschwindigkeitsabhängig geregelt und bei Wendemanövern ausgeschaltet, wodurch Schnittqualität und Verschleißverhalten optimiert werden. Er stellt daher eine wegweisende Detailverbesserung in der Druschfruchternte dar.


Speedtronic

Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Damme, Deutschland, Halle 2, Stand C33

Bei den Ring- oder Überladeelevatoren in Kartoffelerntemaschinen wird die Umlaufgeschwindigkeit zumeist einmal manuell auf die maximal erforderliche Förderleistung während des Rodens eines Schlages eingestellt, um Verstopfungen des Hochförderelementes zu vermeiden. Diese ausschließlich an der Funktionssicherheit orientierte Einstellung ist bei wechselnden Erntegutdurchsätzen häufig zu hoch und beinhaltet ein verstärktes Beschädigungsrisiko der Kartoffeln beim Beschicken des Elevators sowie der Übergabe der Knollen auf das Transportfahrzeug. Durch die sensorgesteuerte Füllstandsoptimierung „Speedtronic" wird die Umlaufgeschwindigkeit des Elevators automatisch so variiert, dass immer ein größtmöglicher Befüllungsgrad der Förderelemente sichergestellt ist. Dies reduziert nachhaltig die mechanischen Belastungen der Kartoffeln an den Übergabepunkten und entlastet den Fahrer zusätzlich von zeitaufwendigen manuellen Steuerungsfunktionen.


NIRS-Technik zur Bestimmung von Inhaltsstoffen bei frischem und siliertem Erntegut

CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel, Deutschland, Halle 13, Stand C17


John Deere HarvestLab - Inhaltsstoffmessung für Erntegüter

John Deere Vertrieb, Bruchsal, Deutschland, Halle 13, Stand C30

Gras und Mais haben sich als Handelsgut für Viehbetriebe und Biogasanlagen etabliert. Die bisherigen Abrechnungskriterien nach Ertrag und Trockenmasse reichen für eine qualitätsorientierte Bezahlung nicht aus. Mit der NIRS-Technologie und den genau ermittelten Kalibrierkurven besteht jetzt die Möglichkeit, während der Ernte online, neben der Feuchte auch die Inhaltsstoffe, wie Zucker, Stärke, Protein, ADF, NDF und Rohasche, zu ermitteln. Daraus ergeben sich Informationen für einen qualitätsgerechten Handel und Hinweise für die Produktionstechnik. Eine Verbesserung und Optimierung der Silier- und Gärprozesse sind ebenfalls möglich.


Comprima - Wickelkombination mit automatisch höhenverstellbarer Folienstreckeinheit

Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik, Spelle, Deutschland, Halle 27, Stand G15

Beim Einsatz von Rundballenpressen mit variabler Presskammer in der Silageernte können die Ballendurchmesser durch die unterschiedlichen Verwendungszwecke variieren. Für einen sauberen und gleichmäßigen Wickelprozess müssen die Wickeleinheiten dann manuell, mit Kurbel- oder Schraubarbeit, der jeweiligen Größe angepasst werden. Über einen Drehwinkelsensor passt sich jetzt die Arbeitshöhe des Folienwicklers automatisch dem Ballendurchmesser an. Ballen von 1,0 m bis 1,75 m Durchmesser lassen sich jetzt ohne Kompromisse wickeln.


Hydro-pneumatische und traktorintegrierte Mähwerksentlastung CONSTANT-FLOAT mit rechnergestützter Regelung des Auflagedruckes

Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik, Spelle, Deutschland, Halle 27, Stand G15

Mit zunehmender Arbeitsbreite und technischer Ausstattung steigen die Gewichte der Mäheinheiten. Die höheren möglichen Arbeitsgeschwindigkeiten erschweren einen „schwebenden" Schnitt. Für eine Futter- und Materialschonung hat sich die Balkenentlastung bewährt. Das CONSTANT-FLOAT reguliert automatisch den Auflagedruck nicht nur über Druck- und Speicherblasen in der Mäheinheit, sondern neu auch in Kombination mit einer offenen Steuerung mit dem Schlepper und Winkelsensoren an den Mähbalken. Damit ist eine kontinuierliche und immer aktive Entlastung in jeder Mähwerksposition gegeben.


Moisture Cable

Bintec GmbH & Co. KG, Schwandorf, Deutschland, Halle 6, Stand E12

Die automatische Trocknersteuerung anhand von Messdaten (Temperatur, Kornfeuchte und Luftfeuchte) ist eine Möglichkeit zur Effizienzverbesserung im Trocknungsprozess. Denn dadurch kann die Luft- und Wärmemenge an den Trocknungsverlauf angepasst und die Leistung deutlich verbessert werden. Das Moisture Cable der Firma Bintec bietet jetzt erstmals die Möglichkeit, diese Informationen kontinuierlich im gesamten Getreidestapel zu erfassen und den Trocknungsverlauf zu dokumentieren. Diese Technik kann in allen existierenden Trocknern nachgerüstet werden und die notwendigen Daten zur Automation liefern. Die Echtzeitmessung und automatische Regelung des Trocknungsprozesses wird damit Realität.


Seedector - Radartechnik für Echtzeitmessungen von Gutströmen

MSO Messtechnik und Ortung GmbH, Bad Münstereifel-Schönau, Deutschland, Halle 17, Stand G11

„Seedector" beruht auf einer neuen technischen Lösung der leitungsgeführten Gutstrommessung mit Radartechnologie. Die Reflexion der ausgesendeten Mikrowellen am bewegten Gutstrom oder am Einzelkorn wird dabei zur Messung des Durchsatzes oder zum Zählen der Körner genutzt. Das Sensorsystem mit integrierter intelligenter Elektronik kann zum Beispiel an Sämaschinen zur Echtzeitmessung der Detektion von Teilblockaden, Überprüfung von Abschaltungen oder Messung von Mehrfachbelegungen eingesetzt werden. Das neue Messverfahren zeichnet sich durch seine einfache und flexible Konstruktion, seine kompakte Bauweise, geringe Kosten und Unempfindlichkeit gegen Verschmutzung aus. Mit diesen Vorteilen - zum Beispiel gegenüber optischen Lösungen - hat die Radartechnologie ein erhebliches Potenzial zum Einsatz in der Landtechnik, zum Beispiel bei pneumatischen Düngerstreuern oder Sämaschinen.


RTK CLUE- Kostengünstiges, herstellerunabhängiges GPS-RTK-Netz

Reichhardt GmbH, Hungen, Deutschland, Halle 16, Stand A09

Die Vorteile hochgenauer GPS-Lenksysteme zur Fahrerentlastung, Teilbreitenschaltung oder zum Datenmanagement können aufgrund der hohen Kosten zur Anschaffung einer RTK-Station oder zur Nutzung von RTK-Diensten von vielen Anwendern bisher kaum genutzt werden. RTK CLUE bietet jetzt eine Option für einen flächendeckenden kostengünstigen Einsatz dieser Technologie durch den Zusammenschluss mehrerer - bereits vorhandener - RTK-Stationen. Die Auswahl geeigneter RTK-Basisstationen, die Zusammenarbeit und die Kosten werden dabei von den Beteiligten selbst festgelegt. Die auf ISOBUS aufbauende Technologie nutzt Mobilfunk und Internet und ist herstellerunabhängig in Bezug auf die RTK-Basisstation, den Rover am Fahrzeug, das Bedienterminal und die Farmsoftware. Darüber hinaus können - bei Bedarf - auch Daten eines RTK-Netzwerkes genutzt werden.


ISOBUS Lenksysteme - Selbstfahrer fit für ISOBUS-Lenksysteme

Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik, Spelle, Deutschlandk Halle 27, Stand G15

Erstmals verfügen selbstfahrende Erntemaschinen (Big M und Big X) über Vorrüstungen für ISOBUS-basierte Lenksysteme. Damit können diese Maschinen mit einem automatischen ISOBUS-Lenksystem in Plug & Play-Manier ausgestattet werden. Hierdurch ist eine freie Herstellerwahl des Lenksystems möglich, wobei jetzt anwenderspezifisch die optimale Technologie (zum Beispiel GPS, Laser, Kameratechnik) ausgewählt werden kann. Die Lenksysteme können damit in kurzer Zeit von einer Landmaschine auf die andere wechseln und flexibel eingesetzt werden. Durch die Vorrüstung der Selbstfahrer von Krone für ISOBUS-Lenksysteme wird ein weiterer Kundennutzen der konsequenten Umsetzung der ISOBUS-Technologie in die Praxis deutlich, weg von Insellösungen und hin zur herstellerunabhängigen Nutzung von Technologien, wie zum Beispiel automatischen Lenk- oder Navigationssystemen.


ISOLOG

Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Damme, Deutschland, Halle 2, Stand C33

arvato systems GmbH, Gütersloh, Deutschland, Halle 16, Stand B10

Lacos Computerservice GmbH, Zeulenroda-Triebes, Deutschland, Halle 16, Stand D16

ISOLOG ist ein interdisziplinäres Online-Logistikmanagementsystem für die gesamte Rübenwertschöpfungskette von der Saat über die Ernte bis zur Zuckerrübenfabrik. Das System arbeitet mit standardisierten ISOXML-Daten, die einen automatischen Datenaustausch zwischen Rübendrille, Rübenroder, Mietenabdecker, Abfuhrgemeinschaften und Zuckerrübenfabrik erlauben. Die Innovation besteht aus der Kombination von Wiegebunkersystem beim Rübenroder mit der zeit-, bedarfs- und aufwandsoptimierten Planung aller Tätigkeiten bei der Prozesskette Rübenlogistik. Mögliche Fehlerquellen durch eine manuelle Datenerfassung werden weitestgehend ausgeschlossen. Stammdaten müssen lediglich einmal erfasst werden und stehen allen Akteuren zur Verfügung. Die Datenhoheit bleibt beim Anbauer. Über die Datenweitergabe wird von ihm entschieden.


TONI - TELEMATICS ON IMPLEMENT

CLAAS Agrosystems GmbH & Co. KG, Gütersloh, Deutschland, Halle 16, Stand A10

Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 14, Stand C18

Horsch Maschinen GmbH, Schwandorf, Deutschland, Halle 12, Stand C40

Kamps de Wild B.V., Zevenaar, Niederlande, Halle 15, Stand B30

Lemken GmbH & Co. KG, Alpen, Deutschland, Halle 11, Stand B41

SGT Schönebeck, Atzendorf, Deutschland, Halle 15, Stand B30a

ZUNHAMMER GmbH Gülletechnik, Traunreut, Deutschland, Halle 17, Stand C41

TONI - TELEMATICS ON IMPLEMENT bündelt die direkte Datenübermittlung der gesamten Arbeitseinheit (Traktor und Anbaugerät) auf den Betriebscomputer. Damit stehen dem Betriebsleiter während des Arbeitseinsatzes in Echtzeit die Daten der eingesetzten Maschinenflotte zur Verfügung. Einstellungen lassen sich gegebenenfalls noch während des Einsatzes optimieren. Über den ISOBUS werden herstellerübergreifend die Daten von Zugmaschine und Anbaugerät gebündelt und übertragen. Ausbringmengen lassen sich so auch teilschlagspezifisch dokumentieren. Die Protokollierung und Auswertung der Daten hilft Leistungsreserven aufzudecken, die Maschineneinstellungen aufeinander abzustimmen und Personal- und Flotteneinsatz optimal zu planen. Als Partner von ClAAS Agrosystems sind an der Softwarelösung die Firmen Amazonen-Werke, Horsch Maschinen GmbH, Kamps de Wild BV, Lemken GmbH & Co.KG, SGT Schönebeck und Zunhammer GmbH beteiligt. Mit der Auszeichnung wird auch das gemeinsame Engagement gewürdigt.


P3-Sensor (Precision Plant Protection Sensor)

Agri Con GmbH, Jahna, Deutschland, Halle 16, Stand E04

Der P3-Sensor ist ein für den Pflanzenbau entwickelter und patentierter Ultraschallsensor. Die preisgünstige und robuste Ultraschallsensorik ermöglicht eine lichtunabhängige Erfassung des Pflanzenbestandes. Erfasst werden Wuchshöhe, die Anzahl und Position der Blattetagen und die Biomasse. Agronomische Algorithmen lassen in Verbindung mit dem Sensor eine teilschlagspezifische und situationsbezogene Anpassung von Ausbringungsmengen im Pflanzenschutz zu. Bestandsabhängig lassen sich somit die Fahrgeschwindigkeit, der Spritzdruck und die Spritzmenge anpassen. Aufgrund der schnellen Reaktionszeit können Pflanzenschutzspritzen direkt am Spritzgestänge mit dem preisgünstigen Sensor nachgerüstet werden. Neben dem Einsatz von Wachstumsregulatoren lässt die Sensortechnologie weitere Einsatzfelder erwarten. (DLG)

Pressekontakt
Herr Friedrich W. Rach
Telefon: 069-24788-202
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