21.12.2010 | 12:14:00 | ID: 7427 | Ressort: Ernährung | Fleisch & Wurst

Tierschutz auch an den Feiertagen: Auf Stopfleberprodukte verzichten

Kiel (agrar-PR) - Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf hat dazu aufgerufen, auch beim Festmahl an Weihnachten den Tierschutz nicht zu vergessen.
Da besonders an den Festtagen gerne Geflügelstopfleberprodukte auf den Tisch kommen, weist die Ministerin darauf hin, dass für deren Herstellung den Tieren große Qualen zugefügt werden. In Deutschland ist das Stopfen von Tieren daher seit Jahren verboten.

Die Gänse- oder Entenstopfleberprodukte werden überwiegend aus Frankreich und Ungarn importiert und zum Beispiel unter der Bezeichnung "Foie Gras" (fette Leber) angeboten. Was man dabei wissen sollte: Die vermeintliche Delikatesse ist ein krankhaft verändertes Organ. Es entsteht durch eine Zwangsmast, bei der den Tieren täglich mehrmals ein langes Rohr gewaltsam bis in den Magen geschoben und dann Futterbrei maschinell direkt in den Magen gepumpt wird. Hierbei werden die Gänse oder Enten in kurzer Zeit mit großen Futtermengen gestopft, die sie ansonsten keinesfalls zu sich nehmen würden.

Diese dem Tierschutz widersprechende Form der Zwangsmast führt zu einer krankhaften Leberverfettung, bei der das Organ in nur wenigen Wochen auf ein Gewicht von einem Kilogramm und mehr anschwillt. Das entspricht etwa dem zehnfachen Gewicht einer gesunden Leber.

Die Tiere leiden so nicht nur durch die Zwangsfütterung, sondern auch dadurch, dass die unnatürlich größer werdende Leber auf die anderen Organe drückt; Atemnot, Herz- und Nierenversagen sind oft die Folge. Verletzungen der Speiseröhre und Knochenbrüche durch das gewaltsame Stopfen kommen hinzu.

Die Landwirtschaftsministerin rät deshalb, den Tierschutz auch beim Weihnachtsessen  nicht zu vergessen und das Leid der Tiere aus der Stopfleberindustrie zu berücksichtigen. Zudem handelt es sich bei dem Verzehr krankhaft veränderter Organe nicht um die gesündesten Lebensmittel.

"Am besten stammen die gebratene Gans oder Ente zu Weihnachten aus der Region, möglichst aus einer Freilandhaltung hiesiger Erzeuger. So kann man sicher sein, dass der Weihnachtsbraten tiergerecht gehalten und gemästet wurde", so Frau Rumpf. (PD)
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