09.03.2011 | 12:13:00 | ID: 8508 | Ressort: Umwelt | Klima

ZAMG-Pollenvorhersage wird immer besser

Wien (agrar-PR) - Der Frühling kommt jedes Jahr, nur wann genau, das ist von Jahr zu Jahr natürlich etwas verschieden.
Nicht nur Frühlingsliebhaber warten dabei auf steigende Temperaturen, sondern auch die Pflanzen benötigen gewisse Tageshöchstwerte um aktiv zu werden. Viele Menschen reagieren jedoch auf verschiedene Pflanzen mit Allergien. Aus diesem Grund arbeitet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) eng mit dem Österreichischen Pollenwarndienst sowie dem Deutschen und Schweizer Wetterdienst zusammen um eine möglichst präzise Prognose der Blütezeit sowie der Pollenbelastung zu erstellen.


Tägliche Pollenvorhersage

„Die Prognose der Blütezeit und des Pollenflugs einzelner Pflanzen ist nicht ganz so einfach“, stellt Barbora Stuhl, Pollenexpertin in der Vorhersageabteilung der ZAMG, fest. Für die täglichen Pollenwarnungen werden die Beobachtungen des Pollenwarndienstes mit den aktuellen Wettermodellen der ZAMG verknüpft. So wird die Pollenprognose jeden Tag aktualisiert und liefert eine wichtige Grundlage um die Bevölkerung vor eventuellem Allergiepotential zu warnen.

„Aktuell stäuben besonders im milderen Westösterreich bereits Hasel und Erle“, berichtet Stuhl. Mit den frühlingshaften Temperatur- und Wetterverhältnissen ist in den nächsten Tagen dann in weiten Teilen Österreichs mit einer ansteigenden Pollenbelastung zu rechnen.


ZAMG forscht mit Deutschland und der Schweiz

Auch die internationale Zusammenarbeit zum Beispiel mit dem Deutschen und Schweizer Wetterdienst hilft, um die Blütezeit und den Pollenflug besser vorhersagen zu können. „Wir haben ein Phänologievorhersagemodell entwickelt, mit welchem wir aufgrund der  Temperatur den Blütebeginn der einzelnen Pflanzen berechnen können.“, erklärt Helfried Scheifinger Phänologie-Experte an der ZAMG. Mit Hilfe des Modells wird der europaweite Blühbeginn von Pflanzen berechnet, die allergene Pollen freisetzen. So kann auch abgeschätzt  werden, ob es in Österreich durch den Transport von Pollen aus wärmeren Regionen bereits zu Belastungen kommt.


Pollenflug kann bis Oktober dauern

Keine leichten Zeiten stehen Pollenallergikern in den kommenden Wochen und Monaten bevor. Nach Hasel und Erle folgt im April die Birke, ehe es von Mai bis Juli mit den Gräserpollen weitergeht. Als letztes Hauptallergen folgt Mitte August Ragweed. Diese Pflanze wanderte erst in den letzten Jahren in Mitteleuropa ein, sorgt aber seither für große Belastungen unter Allergikern. Erst Mitte September oder in manchen Jahren auch erst Anfang Oktober endet dann die Pollensaison.

„Während des Pollenflugs sorgen nur langanhaltende Regenfälle für Entspannung“, weiß Stuhl. Kurze Regenschauer können hingegen die Pollenkonzentration sogar noch erhöhen. (zamg)
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