08.08.2014 | 14:54:00 | ID: 18388 | Ressort: Umwelt | Umweltpolitik

Kein Licht in Sicht!

Wiesbaden (agrar-PR) - Biosphärenreservat Rhön jetzt auch Sternenpark

Umweltministerin Priska Hinz gratuliert dem Biosphärenreservat Rhön zur Ernennung zum international anerkannten Sternenpark:

 

Mit der offiziellen Anerkennung zum Sternenpark, einer von nur zweien in Deutschland, hat die Rhön eine weitere Auszeichnung gewonnen, welche die Region auch touristisch nutzen kann und sie von vielen Wettbewerbern abhebt. Ministerin Hinz: “Diesem letzten offiziellen Akt sind vier Jahre Arbeit vorausgegangen. Der Sternenpark ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie die Verbundenheit zur Region ehrenamtliches Engagement fördert und soziale Netzwerke formt und stärkt. Dabei gibt es nur Gewinner.“

 

„Zu viele Bürgerinnen und Bürger in Hessen sind nicht nur den ganzen Tag, sondern auch die ganze Nacht hindurch, von Licht umgeben“, betont Ministerin Hinz. „Durch Reklameschilder, Straßenlaternen oder Hausbeleuchtungen. Darüber haben wir ganz vergessen, wie wohltuend und entspannend die Dunkelheit sein kann. Worüber sich im Urlaub jeder freut, nämlich einen von Lichtverschmutzung ungestörten Blick auf den Sternenhimmel, kann in der Rhön auch erlebt werden.“

 

Dabei geht die ständige Präsenz von Licht nicht nur zu Lasten des Ausblicks auf den Sternenhimmel. Es gibt viel wesentlichere und nachweislich schädliche Auswirkungen auf Mensch und Natur. Manche nachtaktive Tiere werden in ihrem natürlichen Verhalten gestört, was zu Beeinträchtigungen bei der Nahrungsaufnahme oder dem Paarungsverhalten führen kann. Auch viele Pflanzen werden in ihrem natürlichen Rhythmus gestört. So werfen zum Beispiel Bäume die unter Straßenlaternen stehen ihr Laub später ab als üblich. Dadurch können sie sich im Winter zum Teil nicht ausreichend auf das bevorstehende Frühjahr vorbereiten.

 

Der Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön wird neben dem Erlebnis eines Sternenhimmels auch auf diese negativen Auswirkungen der allgegenwärtigen Lichtverschmutzung hinweisen. Umweltministerin Priska Hinz: „Mit einem intelligenten Einsatz von Licht und der Verwendung moderner Lichtquellen, zum Beispiel LED-Leuchten im Straßenverkehr, kann auch enorm viel Energie eingespart werden.“

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