03.03.2011 | 15:10:00 | ID: 8445 | Ressort: Umwelt | Umweltpolitik

Umweltinformationssystem Baden-Württemberg ist bundesweit führend

Stuttgart (agrar-PR) - Tanja Gönner: Umweltinformationssystem bietet guten Zugang zu den Umweltdaten für die Bürgerinnen und Bürger im Land.
Mit dem Umweltinformationssystem Baden-Württemberg (UIS BW) verfügt das Land über ein bundesweit wegweisendes System für die Kommunikation innerhalb der öffentlichen Verwaltung und mit dem Bürger.

Kooperationen mit Kommunen, Ländern, Bund, EU, Wissenschaft und Wirtschaft erschließen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen einheitlichen Zugang zu Umweltdaten und sorgen durch einen einheitlichen Standard sowie einheitliche Formate und die Bereitstellung von Diensten für eine bürgerfreundliche und effiziente Verwaltungsarbeit.

Neben den UIS-Geodatendiensten und dem Gemeinsamen Stoffdatenpool des Bundes und der Länder (GSBL) ist das Umweltportal Baden-Württemberg eine der Anwendungen, die in Halle 9, Stand C 40 unter dem LOGO des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg präsentiert werden.

„Wir helfen den Bürgerinnen und Bürgern bei der schnellen Suche nach den Umweltdaten in ihrer Nachbarschaft. Wer nach ‚Feinstaub‘ sucht, bekommt bei uns auch Hinweise zu verwandten Begriffen wie ‚Nanopartikel‘, ‚PM10‘ oder die ‚Bundesimmissionsschutzverordnung‘ angezeigt. So kann sich heute jede Bürgerin und jeder Bürger einen Überblick verschaffen, was in unserem Land mit der Umwelt passiert“, fasste Umweltministerin Tanja Gönner zusammen.

Bürgerinnen und Bürger finden im Umweltportal Baden-Württemberg mit oft nur ein oder zwei Clicks auch Inhalte aus Umweltdatenbanken und in Umweltkarten, die bis vor kurzem über Suchfunktionen überhaupt nicht angezeigt wurden. Um diesen Service zu bieten, setzt das Ministerium modernste Technik ein, die ständig verbessert wird. Dadurch werden immer mehr Quellen erschlossen und in die Suche direkt eingebunden. Dabei werden beispielsweise Bildarchive oder die Webanwendungen der Naturschutzverwaltung gleichzeitig mit durchsucht und die Treffer mit ausgeliefert.

Mit diesem erfolgreichen Suchwerkzeug bringt das Ministerium in Baden-Württemberg die Umweltinformationen auf einfache Weise zu den Bürgern. Komplexe Suchvorgänge werden durch intelligente Mechanismen verborgen und liefern bei einfachen Suchbegriffen die ganze Fülle der Umweltdaten des Landes Baden-Württemberg.


Umweltportal Baden-Württemberg:

Dieses Portal Umwelt-BW bietet jedermann den Zugang zu Umweltinformationen aus Baden-Württemberg auf über 700.000 Internetseiten und über 200.000 Umweltobjekte in Datenbanken. Zentrale Komponente des Umweltportals Baden-Württemberg ist eine integrierte Suchmaschine, die speziell für die Bedürfnisse von „Umwelt-Usern“ konfiguriert ist. So liefert die Suche nach Ortsnamen zum Beispiel eine Kartenansicht der Naturschutzgebiete im gesuchten Ort. Ebenso werden Immissionsdaten der Messnetzzentralen der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, wie zum Beispiel aktuelle Ozonwerte oder weitere für den Ort relevante Umweltdaten angezeigt. Bei der Suche nach einem Fluss erscheinen alle aktuellen Pegelstände bereits nach einem Click. Die baden-württembergische Entwicklung wurde von den Umweltministerien der Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern übernommen. Weiter verbessert werden soll die Suche durch semantische Suchfunktionen, die derzeit in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IOSB unter anderem erprobt werden. www.umwelt-bw.de


UIS-Geodienste:

Standardisierte Dienste im Geodatenbereich bietet das UIS BW für alle Umweltthemengebiete insbesondere im Räumlichen informations- und Planungssystem (RIPS) an. Umweltdaten und -karten online werden im Internet stark nachgefragt. Hochwassergefahrenkarten ermöglichen an den Flussläufen Baden-Württemberg ein elektronisch unterstütztes Vorsorgemanagement. Bei der Umsetzung der europäischen INSPIRE-RL zum Aufbau einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft spielen die Geodateninfrastruktur des Bundes (GDI-DE), die Geodateninfrastruktur des Landes (GDI-BW) sowie die Geodateninfrastruktur des Räumlichen Informations- und Planungssystems (RIPS) als Bestandteil des UIS eine herausragende Rolle. www.uvm.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/55662/ bzw. www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16154/


Gemeinsamer Stoffdatenpool des Bundes und der Länder (GSBL):

Der Gemeinsame zentrale Stoffdatenpool des Bundes und der Länder (GSBL) stellt einen komplexen Datenkatalog zu chemischen Stoffen zur Verfügung, der von unmittelbarer Bedeutung für die Belange des Umwelt-, Verbraucher-, Katastrophen- und Arbeitsschutzes ist. Die aktuelle Version des GSBL listet 60.000 Einzelinhaltsstoffe (Reinstoffe), 325.000 Komponentenstoffe (Gemische und Zubereitungen) und 200.000 Rechtsstoffklassen (rechtliche Regelungen) auf. Er ist die größte deutschsprachige, allen Behörden zugängliche Stoffdatenbank. Sie wird in einer Bund-Länder-Kooperation (Bund und alle Länder) stetig weiterentwickelt. Baden-Württemberg ist in dieser Kooperation maßgeblich beteiligt. www.gsbl.de. (PD)
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