08.01.2020 | 11:17:00 | ID: 28214 | Ressort: Umwelt | Umweltschutz

Erstmals seit 10 Jahren deutlicher Rückgang bei den CO2-Emissionen in Brandenburg

Potsdam (agrar-PR) - Nach ersten Angaben des Landesamtes für Umwelt sind die klimaschädlichen CO2-Emissionen auf den tiefsten Wert seit der Gründung Brandenburgs gesunken. Der Deutsche Wetterdienst beobachtet mit 11,1 Grad Celsius Jahresdurchschnittstemperatur einen neuen Temperaturrekord für Brandenburg.

Klimaschutzminister Axel Vogel: „Die Zahlen zeigen deutlich: Nur mit einem Kohleaus-stieg lässt sich der CO2-Ausstoß kurz- und mittelfristig verringern. Um die Klimaneutrali-tät baldmöglichst zu erreichen, dürfen wir die anderen Sektoren wie Verkehr und Wohnen aber nicht vernachlässigen. Deshalb werden wir, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, zügig einen Klimaplan aufstellen und einen Klimacheck für Gesetze erarbeiten.“

Mit Emissionen von etwa 53,5 Millionen Tonnen CO2 sind sie im Jahr 2019 um mehr als 39 Prozent niedriger als 1990. Der erreichte Niedrigstand resultiert im Wesentlichen aus der Überführung der Blöcke F und E des Kraftwerkes Jänschwalde am 1. Oktober 2018 beziehungsweise am 30. September 2019 für jeweils vier Jahre in die kalte Reserve, der sogenannten Sicherheitsbereitschaft. Diese Entscheidung basiert auf einer Festlegung im Energiewirtschaftsgesetz von 2015. Die LEAG wird im Gegenzug vom Bund entschädigt.

Werden die aktuellen Beschlüsse und Empfehlungen der Kommission „Wirtschaft, Strukturwandel und Beschäftigung“ – umgangssprachlich auch Kohlekommission genannt – vom Januar 2019 umgesetzt, erfolgt die Komplettstilllegung der Kohlekraftwerke in Deutschland schrittweise bis spätestens 2038. Damit bleibt das Erreichen des Ziels der Landesregierung, die Emissionen von energiebedingten CO2-Emissionen zukünftig weiter auf 25 Millionen Tonnen zu senken möglich. Mit dem endgültigen Kohleausstieg wird eine Minderung des CO2-Emissionen des Landes um insgesamt 36 Millionen Tonnen einhergehen.

Neben dem begonnenen Kohleausstieg übte 2019 das Wetter einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch aus. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD war 2019 für Brandenburg mit 11,1 Grad Celsius Jahresdurchschnittstemperatur ein neues Rekordjahr der Klimaänderung. Insbesondere der wärmere Winter 2018/19 ließ die Heizenergieverbräuche leicht sinken. Günstige Windverhältnisse im Frühjahr 2019 ließen die Stromproduktion durch Windenergieanlagen (WKA) ansteigen.
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