21.03.2022 | 11:09:00 | ID: 32627 | Ressort: Energie | Verbrauch & Versorgung

Überdurchschnittlicher Anstieg des Preisniveaus für Energie und Energieträger im Februar 2022: Energie im Schnitt 1/4 teurer als vor einem Jahr

Halle (Saale) (agrar-PR) - Das Statistische Landesamt in Sachsen-Anhalt ermittelte im Februar 2022 einen überdurchschnittlichen Anstieg des Preisniveaus von Energie um 25,3 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Januar 2022 waren es 3,3 % mehr (2015 = 100). Das Niveau der gesamten Inflation in Sachsen-Anhalt lag im gleichen Zeitraum bei +5,6 %, die Entwicklung zum Vormonat Januar betrug +0,9 %.
In den Jahren vor 2022 lag die Entwicklung des Preisniveaus für Energie im Vorjahresmonatsvergleich bei +1,5 % im Februar 2021, +0,3 % im Februar 2020 und im Februar 2019 waren es +3,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die jahresdurchschnittliche Entwicklung des Preisniveaus für Energie, d. h. Haushaltsenergie und Kraftstoffe, betrug 2019 im Jahresmittel noch 1,8 % gegenüber 2018. 2020 sank das Preisniveau gegenüber 2019 durchschnittlich um 6,1 %. Seit 2021 steigen die Preise für Energie kontinuierlich. 2021 waren es 13,1 % mehr als im Vorjahr, Tendenz steigend.

Erdgas war im Februar 2022 um 31,0 % teurer als vor einem Jahr. Das Preisniveau für Strom erhöhte sich im Februar 2022 durchschnittlich um 19,5 %. Die Entwicklung der Preisindizes für Strom und Gas setzt sich aus Preisen für Laufzeit- und Wechselverträgen zusammen und repräsentiert nicht die Entwicklung des Börsenpreises.

Kraftstoffe lagen im Schnitt 24,0 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Dieselkraftstoffe verteuerten sich mit 28,7 % am deutlichsten, Superbenzin lag um 22,3 % über dem Niveau im Februar 2021. Autogas nahm sich mit einem Plus von 26,1 % von der Entwicklung nicht aus.
Einen Tankbehälter mit Flüssiggas zu füllen war im Februar 2022 um 34,7 % teurer als vor einem Jahr. Heizöl verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 41,5 %. Für Fernwärme wurden im Februar um 13,6 % höhere Preise als 2021 ermittelt. Die Preise für feste Brennstoffe (Kohle und Holz bzw. Brennstoffe aus Holz) erhöhten sich um 5,0 % innerhalb der letzten 12 Monate.

Bei Betrachtung der Durchschnittspreise im Vergleich Februar 2022 mit dem Vorpandemie-Februar 2019 ergibt sich Folgendes: 1 Liter Dieselkraftstoff kostete im Februar 2019 in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt 1,28 EUR/l. Der aktuelle Preis im Februar.

2022 lag bei 1,70 EUR/l. Superbenzin (E5, E10 und Super-Plus) verteuerte sich von
1,38 EUR/l im Februar 2019 auf 1,80 EUR/l im Februar 2022.

Die Füllung eines Tankbehälters mit Flüssiggas kostete pro 100 Liter im Februar 2019 noch
56,08 EUR, für leichtes Heizöl waren es 70,32 EUR. Im Februar 2022 lag der Preis für Flüssiggas
bei 84,11 EUR/100 l, für leichtes Heizöl bei 98,15 EUR/100 l.

Die durchschnittliche Preise für Strom, unter Einbezug von Grund- und Betriebspreisen, stiegen
bei einem durchschnittlichen Monatsverbrauch von 325 KWh von 0,30 EUR/KWh im Februar
2019 auf 0,36 EUR/KWh. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Preis für Gas bei einer
monatlichen Verbrauchsmenge von 1600 KWh von 0,07 EUR/KWh auf 0,10 EUR/KWh unter
Einbezug aller Kosten (Grundkosten und Arbeitspreis).

Die Effekte der temporären Senkung der Mehrwertsteuer im Zeitraum Juli 2020 bis Dezember
2020 spielen beim aktuellen Vergleich Februar 2022 gegenüber Februar 2021 keine Rolle
mehr. Die Teuerungen wurden von einer Vielzahl von Effekten verursacht, einer davon ist die
Bepreisung von CO2.
Pressekontakt
Frau Jana Richter-Grünewald
Telefon: +49 345 2318 702
Fax: +49 345 2318 913
E-Mail: jana.richter-gruenewald@stala.mi.sachsen-anhalt.de
Pressemeldung Download: 
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Merseburger Straße 2
06110 Halle/Saale
PF: 201156
Deutschland
Telefon:  +49  0345  23180
Fax:  +49  0345  2318901
E-Mail:  info@stala.mi.sachsen-anhalt.de
Web:  www.statistik.sachsen-anhalt.de
>>>  Pressefach


© proplanta 2006-2022. Alle Rechte vorbehalten.