09.07.2009 | 00:00:00 | ID: 1173 | Ressort: Ernährung | Fleisch & Wurst

Schweinefleisch genießen Verbraucher am häufigsten

Hannover (agrar-PR) - Ob als Filet, Wurst oder Schinken – Schweinefleisch steht in der Gunst der Verbraucher weltweit ganz oben an. Auch in diesem Jahr soll die weltweite Produktion dementsprechend noch einmal zulegen, zitiert der Landvolk-Pressedienst eine aktuelle Prognose der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Demnach rechnen die Ernährungsexperten mit einer globalen Schweinefleischproduktion von 106,1 Mio. Tonnen (t), das wären 2,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die weltweite Geflügelfleischproduktion könnte mit einem Plus von rund einem Prozent auf 94,7 Mio. t sogar eine neue Rekordmarke setzen, auch wenn sich die Zuwachsrate im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abschwächen dürfte. Eine geringe Zunahme erwarten Marktkenner für die weltweite Rindfleischerzeugung, die um 0,3 Prozent auf 65,1 Mio. t steigen soll. Dagegen dürfte sich die globale Produktion von Schaffleisch kaum verändern, mit 14,2 Mio. t könnte sie in 2009 exakt das Vorjahresniveau erreichen.

Vor allem in China, ohnehin größter Erzeuger der Welt, soll die Schweinefleischproduktion nach einem Einbruch in 2007 aufgrund staatlicher Förderprogramme und einem Rückgang der Futtermittelpreise auch 2009 wieder wachsen. Außerdem sollen Kanada, Mexiko und Vietnam ihre Erzeugung ausweiten. Dagegen dürfte die Produktion in den USA und der EU, in denen die Mäster mit relativ hohen Futterkosten und geringen Gewinnmargen konfrontiert sind, noch einmal sinken. Der Markt für Geflügelfleisch ist dagegen in den vergangenen Jahren weltweit stark gewachsen. Zum einen kann es erheblich günstiger als Schweine- oder Rindfleisch erzeugt und dementsprechend auch verkauft werden, zum anderen ist der Verzehr von Geflügelfleisch im Gegensatz zu Rind- oder Schweinefleisch weltweit nicht mit religiösen Tabus belegt. Bei der weltweiten Erzeugung dürften die früheren zweistelligen Zuwachsraten in diesem Jahr jedoch nicht erreicht werden. Bei der weltweiten Rindfleischerzeugung könnte die EU in diesem Jahr wieder eine größere Rolle spielen. Aufgrund von niedrigen Preisen für Fleisch- und Milchprodukte sowie gleichzeitig hohen Futterkosten erwarten Marktkenner einen weiteren Bestandsabbau mit einem leichten Anstieg der Schlachtmenge. Dagegen dürften vor allem die Farmer in Nord- und Südamerika weniger Rinder erzeugen. Die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise macht sich beim weltweiten Fleischhandel und der schwächeren Nachfrage nach Fleisch bemerkbar, was insbesondere für die entwickelten Länder gilt. So soll der Pro-Kopf-Verbrauch in den Industriestaaten in diesem Jahr um 200 Gramm auf 81,7 Kilogramm sinken. Da der Fleischverbrauch in den Entwicklungsländern jedoch noch einmal leicht zunehmen soll, dürfte der Fleischverbrauch weltweit um 0,3 Prozent auf 42,3 Kilogramm steigen.
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