21.10.2011 | 12:40:00 | ID: 11180 | Ressort: Gartenbau | Pflanze

Kübelpflanzen ins Winterquartier

Bonn (agrar-PR) - Wenn sich die ersten Nachtfröste ankündigen, müssen die meisten Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden.
Jede Pflanzenart reagiert anders auf die verschiedenen Witterungen des Jahres. Bevor die Pflanzen in die Winterruhe geschickt werden, sollten ihre Bedürfnisse bekannt sein, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Generell gilt, dass die Pflanzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten, da die Triebe so besser ausreifen. Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht optimal. Ihr Aufenthalt dort sollte so kurz wie möglich sein. Fuchsien, Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Trompetenbaum und alle Zitrus-Arten müssen schon bei Temperaturen von weniger als zehn Grad geschützt werden. Ebenso die Gardenie, der Roseneibisch und die Zierbanane. Im Gegensatz hierzu halten Oleander, Feige und Granatapfel auch kurzzeitig Temperaturen von bis zu minus fünf Grad Celsius aus. Niedrige Temperaturen vertragen auch Lorbeer und Rosmarin. Bambus und Buchsbaum können den Winter über draußen bleiben. Die Pflanzen sollten vor ihrem Winterquartier nicht mehr gedüngt werden, da sie dann in die Ruhephase übergehen und die Triebe gut ausreifen können. Pflanzen, die überwintert werden sollen, müssen kräftig und gesund sein. Aus Platzgründen ist insbesondere bei größeren Kübelpflanzen schon beim Einräumen ein Rückschnitt empfehlenswert. Auf jeden Fall müssen alle welken, faulen oder kränklich aussehenden Pflanzenteile entfernt werden.

Vor dem Einzug ins Winterquartier sollten die Pflanzen auf Schädlingsbefall untersucht werden. Rapsöle sind gut wirksam gegen Woll- und Schmierläuse. Im oft zu warmen und trockenen Winterquartier haben auch Spinnmilben leichtes Spiel. Ein geeignetes Präparat dazu ist im Fachhandel erhältlich. Kombistäbchen mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger für den Boden sind zu dieser Jahreszeit ungeeignet. Optimal stehen die meisten Pflanzen hell und gut geschützt bei Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius. Auch im Winter müssen die Pflanzen - an die niedrigen Temperaturen angepasst - gewässert werden. Das bedeutet, nur soviel gießen, dass sie nicht vertrocknen. Staunässe, hohe Luftfeuchtigkeit und Zugluft sind zu vermeiden.

Für Hobbygärtner hält die Landwirtschaftskammer eine Broschüre mit Tipps zur Pflege, Überwinterung und zum Pflanzenschutz von Kübelpflanzen bereit. Sie kann kostenlos unter www.landwirtschaftskammer.de in der Rubrik Broschüren heruntergeladen werden. (lwk-nrw)
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