28.10.2021 | 08:39:00 | ID: 31338 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Agrarminister Vogel und EU-Generaldirektor Burtscher im Gespräch zur Unterstützung für Betriebe in den ASP-Gebieten

Potsdam (agrar-PR) - In der vergangenen Woche wurde in Brandenburg die Sperrzone III in den Gebieten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch die Europäische Kommission aufgehoben. Dennoch bleibt die Situation der schweinehaltenden Betriebe in den ASP-Restriktionszonen äußerst angespannt. Um hier Lösungen zu finden, traf sich Agrarminister Axel Vogel am 26.10. in Brüssel mit dem EU-Generaldirektor für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung, Wolfgang Burtscher. Agrarminister Vogel zeigte sich im Anschluss an den Gedankenaustausch zufrieden und dankt dem Generaldirektor für das große Interesse an der Situation der schweinehaltenden Betriebe in Brandenburg und Sachsen sowie für seine Bereitschaft, sich hier zu engagieren. 

Agrarminister Axel Vogel: „Ich freue mich, dass das Anliegen Brandenburgs zur Unterstützung der notleidenden schweinehaltenden Betriebe in Brüssel auf offene Ohren und großes Interesse stößt. Das Gespräch mit dem Generaldirektor verlief äußerst konstruktiv. Die Zusage von Generaldirektor Wolfgang Burtscher, mit seinen Experten für weitere gemeinsame Beratungen zur möglichen Ausgestaltung von Unterstützungsprogrammen für die Betriebe zur Verfügung zu stehen, begrüße ich ausdrücklich. Gemeinsam mit dem Land Sachsen wollen wir die Möglichkeiten für ein gemeinsames Unterstützungsprogramm weiter intensiv erörtern und, soweit notwendig, eine Notifizierung durch die EU erreichen.“ 

Die aktuelle Situation auf dem Schweinemarkt und der weiterhin schwierige Zugang für Betriebe in den ASP-Schutzzonen zu Schlachthöfen sowie die Vermarktung der Schweine standen im Mittelpunkt des Gesprächs. In den ASP-gefährdeten Gebieten einschließlich der Kerngebiete befinden sich in Brandenburg insgesamt 315 Betriebe mit rund 97.230 Schweinen. Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im September 2020 ist es für die Landwirtinnen und Landwirte dort schwer geworden, Abnehmer für ihre Tiere zu finden. Zugespitzt hatte sich die Situation, als im Sommer 2021 erste Fälle im Hausschweinbestand auftraten. Auch wenn es seitdem keine neuen Fälle im Hausschweinbestand gab und mittlerweile auch die Sperrzone III durch die Europäische Union aufgehoben wurde, bleibt die Situation für die Betriebe angespannt. Agrarminister Vogel hatte sich in zahlreichen Gesprächen für die Abnahme von Brandenburger Schweinen stark gemacht. 

Agrarminister Vogel und Generaldirektor Burtscher sind sich einig, dass die in der Brandenburger Tierhaltung bestehenden Strukturen mit einer ausgeprägten betrieblichen Kreislaufwirtschaft und der ohnehin niedrigen Tierbesatzdichte erhalten bleiben sollen.

Die Betriebe erzeugen das Futter für die Tiere überwiegend vor Ort und können weitgehend auf Importe verzichten. Die derzeitigen Einschränkungen bei der Bewirtschaftung von Flächen zum Futteranbau erschweren jedoch die Lage für die Betriebe zusätzlich.
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