26.08.2013 | 10:45:00 | ID: 15831 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Chance für Einstieg in eine ökologische Agrarwende darf nicht vertan werden

Gräfelfing (agrar-PR) - Naturland zur Agrarministerkonferenz
Naturland fordert von der Agrarministerkonferenz ein klares Signal zur Stärkung der bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft in Deutschland. "Die EU-Agrarreform bringt zwar tiefe Einschnitte für den ökologischen Landbau, zugleich waren aber die Gestaltungsspielräume für die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten noch nie so groß wie heute", sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Sonntag in Gräfelfing. Diese letzte Chance für den Einstieg in eine ökologische Agrarwende dürfe nicht vertan werden, appellierte der der Öko-Landwirt an die Agrarminister von Bund und Ländern, die vom 29. bis 30. August in Würzburg zu ihrer Herbstkonferenz zusammenkommen.

"Klar ist: Ohne einen Ausgleich für die von der EU beschlossenen drastischen Mittelkürzungen bei  den Programmen der ländlichen Entwicklung wird jede weitere Ökologisierung der Landwirtschaft in Deutschland abgewürgt werden", warnte Hohenester. Deshalb müsse Deutschland bei der Umsetzung der EU-Reform seinen Gestaltungsspielraum voll ausnutzen und 15 Prozent der Direktzahlungsmittel aus dieser sogenannten 1. Säule zweckgebunden in die 2. Säule umschichten. "Die Länder müssen den Widerstand von Bundesministerin Ilse Aigner gegen eine solche Umschichtung überwinden, sonst wird ihnen jeder Spielraum für ihre eigenen Agrarumweltprogramme fehlen", unterstrich der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Darüber hinaus forderte Hohenester eine Umschichtung der Direktzahlung zu Gunsten der kleinen und mittleren Betriebe. "Wenn wir eine vielfältige, ökologisch und sozial gerechtere Landwirtschaft wollen, müssen wir vom Gießkannenprinzip wegkommen", sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende. Dazu gehöre auch eine differenzierte Kürzung der Direktzahlung bei den Großbetrieben: Wer ökologisch wirtschafte, habe dadurch einen höheren Arbeitsaufwand, der bei diesen Kürzungen gegengerechnet werden müsse. "Wir müssen die Landwirtschaft fördern, die den größten Nutzen und die größte Leistung für Umwelt und Gesellschaft bringt. Und das ist eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft", fügte Hohenester abschließend hinzu.


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