01.07.2009 | 00:00:00 | ID: 1037 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

EU plant Zulassungsverfahren

Hannover (agrar-PR) - Klonfleisch 

Die EU-Mitgliedstaaten wollen Erzeugnisse, die aus den natürlichen Nachfahren geklonter Tiere gewonnen wurden, erstmals einem Zulassungsverfahren durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unterwerfen. Darauf haben sich die Agrarminister am Montag vergangener Woche in Luxemburg geeinigt. Bislang ist die Vermarktung nicht explizit geregelt. Theoretisch könnten solche Produkte also bereits in europäischen Kühltheken liegen - auch wenn dies Experten für höchst unwahrscheinlich halten.

Das Zulassungsverfahren für Produkte von geklonten Tieren und deren Nachkommen ist Bestandteil der Novelle über neuartige Lebensmittel. Die Minister forderten die Europäische Kommission aber offiziell auf, umgehend einen eigenen Regelungsvorschlag für den Umgang mit der Klontechnik vorzulegen. Darin sollen auch ethische Bedenken und Tierschutzaspekte einfließen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) bekräftigte seine kritische Haltung zum Klonen von Tieren. Mit der Verordnung über neuartige Lebensmittel schließe man eine Rechtslücke, löse aber nicht die Grundsatzfragen. Bei einer Zulassung der Bewertung müssten nicht nur Gesundheitsaspekte, sondern unter anderem auch ethische Fragen, Tierschutz, Tiergesundheit und genetische Vielfalt berücksichtigt werden.
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