14.05.2009 | 00:00:00 | ID: 564 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Minister Backhaus gegen neues Konzept für Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Schwerin (agrar-PR) - Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz hat sich in der Landtagssitzung heute in Schwerin gegen ein neues Konzept für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ausgesprochen. Es sei "weder fachlich noch personell ein neues Konzept erforderlich", wies er den Antrag der FDP-Fraktion zurück.

Die Nationalparkpläne seien in einem öffentlichen Verfahren erstellt worden und beinhalten die Leitbilder, Ziele und Aufgabenschwerpunkte bei der Schutzgebietsbetreuung und -entwicklung. Diese verbindliche Fachplanung beinhalte unter anderem auch die Kooperation bei der Durchführung von touristischen Dienstleistungen in den Nationalparken, soweit dies möglich und rechtlich zulässig sei. Auch im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bediene man sich der Angebote von vertraglich gebundenen Dritten, zum Beispiel zertifizierter Naturführer, der Kur- und Tourist GmbH Zingst oder der Darßer Arche. Anders wäre es auch gar nicht möglich, sowohl die touristische Infrastruktur von fünf Ausstellungen, 27 Beobachtungsplattformen, 55 Infotafeln, acht Eingangsbereichen und über 130 Kilometer Wanderwege zu erhalten als auch die jährlich ca. 260.000 Besucher bei diversen Führungen und Exkursionen zu betreuen und über das Schutzgebiet zu informieren.

"Auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel bei Waldpflegemaßnahmen, ist eine zunehmende Umsetzung durch private Anbieter bereits Realität. Insofern bedarf der Nationalparkplan keiner Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen", sagte Minister Backhaus.

Was die Umsetzung des Personalkonzeptes 2004 betrifft, so arbeite das Landwirtschafts- und Umweltministerium gemeinsam mit dem Finanzministerium daran, den Personalüberhang im Nationalparkamt bis zum Jahr 2015 aufzulösen. Für den Bereich der Nationalparkwacht sei bezogen auf die zu betreuende Schutzgebietsfläche im Nationalpark Müritz ein Personalschlüssel von 2,4 Arbeiter je 1000 Hektar festgelegt worden, im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft unter Berücksichtigung der touristischen Frequentierung eine deutlich höhere Besetzung von 4,8 Arbeitern je 1000 Hektar.

"Aus dieser Berechnung resultiert für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft eine Reduzierung der bisherigen 45 Stellen in der Nationalparkwacht auf 24 Kernstellen für Ranger. Die Zielvorgaben des Personalkonzeptes der Landesregierung stehen nicht im Widerspruch zur vorgesehenen Aufgabenerfüllung und werden nicht nachträglich durch die Forderung eines neuen Konzeptes für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft aufgehalten", sagte Minister Backhaus.
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