13.02.2019 | 09:50:00 | ID: 27018 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Innovativer Stallbau in Holzbauweise: BayWa Kunde Biohof May erhält „Landbaukultur-Preis“

München (agrar-PR) - Gelungenes Beispiel landwirtschaftlicher Architektur: Der Biohof May im fränkischen Junkershausen ist für seinen Schweinestall- und Hallenbau von der Stiftung Landwirtschaftsverlag Münster mit dem Deutschen Landbaukultur-Preis ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung durch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner fand gestern in feierlichem Rahmen in Berlin statt. Der mit 4.000 Euro Preisgeld gewürdigte Bau von Christian und Dietmar May habe vor allem durch seine vorbildliche Ausgestaltung und die Kombination mit Hecken, begrüntem Dach und Besucherplattform überzeugt, so die Jury. Die sorgfältige Planung und Umsetzung lege eindrückliches Zeugnis davon ab, dass auch kleinere Familienbetriebe eine vielversprechende Zukunft haben können. Die Einbindung der Gebäude in die Landschaft wird für den Betrieb wie auch für den Ort eine positive Entwicklung anstoßen.

Bei den prämierten Gebäuden, die im August 2018 fertiggestellt wurden und Teil eines größeren Vorhabens sind, handelt es sich um einen Abferkelstall mit 16 Buchten, einen Wartesauenstall mit 10 Buchten und ein Lagergebäude für Stroh und Mist. Die BayWa Stall+Systeme Franken war mit der Detailplanung und Lieferung der Gebäudeteile inklusive der Betonunterbauten maßgeblich am Bauprojekt beteiligt.

Individuell geplante Außenklima-Ställe

Bei der Planung des Projekts ging es nicht nur darum, die Standards des ökologischen Landbaus und der artgerechten Tierhaltung umzusetzen. „Unser Kunde hatte einen hohen  Anspruch in Bezug auf Funktionalität, Ökologie, Raumklima und Ästhetik“, erklärt Heinz Karlein, Produktmanager landwirtschaftliches Bauen bei der BayWa AG. So wurden die beiden Stallbauten als Außenklima-Ställe konzipiert, die eine gute Raumluftqualität bei niedrigem Energiebedarf ermöglichen. Jeder Stall verfügt über ein Gründach (eines davon integriert eine 50 Quadratmeter große Besucherplattform). Als tragendes Element für die Dachbegrünung und zur Aussteifung der Gebäude kam eine Brettschichtholz-Massivdeckenkonstruktion zur Anwendung, die sowohl optische als auch klimatische Anforderungen erfüllt. Die Hanglage des Geländes wurde genutzt, indem man die rückseitigen Betonwände der beiden Ställe jeweils 1,80 Meter tief in den Hang baute. Heinz Karlein: „Der Boden und die Rückwand wärmen im Winter und kühlen im Sommer.“ Zur gezielten Steuerung des Raumklimas wurden auf der Südseite der Stallgebäude vollflächige Curtain-Systeme angebracht, die sich über die gesamte Breite der Ställe öffnen lassen – an sonnigen Sommer- wie auch Wintertagen können die Tiere nicht nur frische Luft, sondern regelrecht „Sonne tanken“.

Sowohl die beiden Ställe als auch die Lagerhalle wurden komplett in Holzrahmenbauweise errichtet, für die – zur Vermeidung von Ausgasungen – ausschließlich zertifiziertes und nicht imprägniertes Fichten- und Lärchenholz zum Einsatz kam: insgesamt rund 150 Kubikmeter für eine 920 Quadratmeter große Nutzfläche.

Die Bauphase für den prämierten Bauabschnitt 1 begann im Oktober 2017 und wurde im August 2018 abgeschlossen. Noch im Bau befinden sich ein Ferkelaufzucht- Vormaststall, ein Mittel- und Endmaststall, eine Getreidelagerhalle, ein Stroh- und Mistlager mit Gerätehalle sowie 1 Jauche- und 1 Wasserbehälter. Dieser zweite Bauabschnitt, der als Teilaussiedlung realisiert wird, kommt voraussichtlich im Sommer 2019 zum Abschluss.

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