18.06.2009 | 00:00:00 | ID: 902 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarwirtschaft

Preissituation auf dem Gemüsemarkt ist katastrophal

Hannover (agrar-PR) - Über 90 kg Gemüse isst jeder Deutsche pro Jahr, das sind derzeit über zehn kg mehr als noch vor 15 Jahren. Diese Steigerung ist in erster Linie dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein zuzuschreiben, argumentieren die norddeutschen Gartenbauverbände. Die Vorzüge von Kopfsalat, Zucchini und Spinat liegen klar auf der Hand: sie reduzieren das Krebsrisiko, versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen und sind vor allem sehr schmackhaft. Ein scheinbarer Vorteil für den Verbraucher sind die momentan sehr niedrigen Preise für alle Gemüsesorten außer Spargel. Im Schnitt sechs Prozent günstiger als im Vorjahreszeitraum sind die Produkte seit Beginn der Freilandsaison geworden. Kopf- und Eisbergsalat ist sogar 40 Prozent günstiger, Paprika 35 Prozent und Gurken 22 Prozent. Bedingt ist der Preisverfall mit einem Überangebot am Markt, meldet der Landvolk-Pressedienst.

In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr unzählige verschiedene Gemüsesorten auf fast 20.000 ha Fläche angebaut, das waren 13 Prozent mehr als 2007. Allein der Spargel, dessen Saison sich derzeit dem Ende neigt, machte einen Anteil von 20 Prozent der gesamten Gemüseanbaufläche aus. Weitere wichtige Sorten sind Eissalat, Möhren und Karotten und Zwiebeln. Im vergangenen Jahr bauten bundesweit 11.193 Landwirte diese und andere Gemüsesorten an, in Niedersachsen gab es 1.536 Betriebe mit durchschnittlich 12,6 ha. Und diese Betriebe können derzeit kaum ihre Produktionskosten decken. Wird ein Kopf Kopfsalat für 19 Cent verkauft, sind damit gerade die Transport- und Verpackungskosten bezahlt. Besonders bei der Vermarktung über den Lebensmitteleinzelhandel müssen sich die Gemüsebauern dem Preisdiktat unterwerfen. Höhere Preise können die Landwirte erzielen, die sich für die Vermarktung ihrer Produkte eine andere Schiene erschlossen haben. Mit der traditionellen Direktvermarktung ab Hof, einem Stand auf dem Wochenmarkt oder Gemüse-Abokisten ist zwar ein höherer Aufwand verbunden, dieser wird jedoch auch durch den höheren Gewinn honoriert.  

Für die Verbraucher haben diese Absatzwege den Vorteil, dass die Produkte häufig frischer angeboten werden können als im Supermarkt. Teurer sind die Produkte kaum, da der Anteil des Handels aber wegfällt, kommt auch mehr beim Bauern an. Tipps für die Zubereitung oder Lagerung oder Informationen zum Anbau der unterschiedlichen Gemüsesorten, diesen Service gibt es zusätzlich gratis am Marktstand oder im Hofladen.
Pressekontakt
Frau Gabi von der Brelie
Telefon: 0511/36704-31
E-Mail: pressestelle@landvolk.org
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Landvolk Niedersachsen - Landesbauernverband e.V.
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