21.12.2020 | 11:24:00 | ID: 29550 | Ressort: Landwirtschaft | Tier

Ferkelkastration: Isofluran-Narkosegeräte und Informationskampagne im Rückblick

Bonn (agrar-PR) - Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) konnte 2.692 Auszahlungsanträge für die Anschaffung eines Isofluran-Narkosegeräts bewilligen.
Die meisten Anträge kamen aus Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Das BZL hatte über 100 Informationsveranstaltungen beauftragt, in denen sich knapp 2.900 Landwirtinnen und Landwirte bundesweit über die vier Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration informierten. Das Medienpaket mit Broschüre, Filmen und Erfahrungsberichten steht weiterhin kostenfrei zur Verfügung.

Von Januar bis September 2020 konnten landwirtschaftliche Betriebe Zuwendungen beantragen, um ein DLG-zertifiziertes Isofluran-Narkosegerät anzuschaffen. Die BLE hat nun alle Anträge bearbeitet und die Auszahlungen auf den Weg gebracht.

Von den insgesamt 2.747 Auszahlungsanträgen konnte die BLE 2.685 mit einem Fördervolumen von rund 13,56 Millionen Euro bewilligen. Weitere sieben Bewilligungen für 26 Geräte erhielten Schulungseinrichtungen. Gründe für Ablehnungen waren hauptsächlich, dass Anträge nicht fristgerecht oder nicht rechtsverbindlich mit Unterschrift gestellt wurden.

Die gestellten und bewilligten Anträge verteilen sich nach Bundesländern wie folgt:

Bundesland

Auszahlungsanträge

Bewilligungen

Baden-Württemberg

311

302

Bayern

563

556

Berlin und Brandenburg

31

30

Bremen

0

0

Hamburg

1

1

Hessen

65

60

Mecklenburg-Vorpommern

35

30

Niedersachsen

879

863

Nordrhein-Westfalen

625

612

Rheinland-Pfalz

38

38

Saarland

0

0

Sachsen

25

25

Sachsen-Anhalt

45

45

Schleswig-Holstein

100

97

Thüringen

29

26

Gesamt

2.747

2.685*

* zuzüglich 26 Geräte von sieben Schulungszentren


Rund 3.000 Teilnehmende an Informationsveranstaltungen

Um allen Beteiligten Entscheidungshilfen zu geben, hatte das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) 2020 über 100 Informationsveranstaltungen in Auftrag gegeben. Trotz der Corona-Pandemie konnten von März bis November 24 Präsenzveranstaltungen und 75 Online-Seminare mit insgesamt 2.876 Teilnehmenden durchgeführt werden.

Darüber hinaus steht das umfassende Medienpaket weiterhin kostenfrei zur Verfügung: Eine Broschüre stellt die verschiedenen Methoden, ihre Vor- und Nachteile sowie betriebswirtschaftliche Konsequenzen vor. Zu jeder Methode hält der BZL YouTube-Kanal ein Video mit Erfahrungsberichten bereit. Poster mit Ablaufplänen helfen bei der korrekten Umsetzung im Betrieb. Für mittlere und kleine Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe hat das BZL Informationen zur Fleischverarbeitung bei Jungebern und Immunokastraten zusammengestellt.
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