02.12.2011 | 10:15:00 | ID: 11560 | Ressort: Landwirtschaft | Veranstaltungen

Hessisches Bodenschutzforum 2011 in Kassel eröffnet

Wiesbaden (agrar-PR) - Weit über hundert Teilnehmer besuchten das hessische Bodenschutzforum 2011 in Kassel.
Das Umweltministerium appellierte an die anwesenden Vertreter aus Gemeinden, Büros, Verbänden und Behörden, alle planerischen, rechtlichen und technischen Möglichkeiten zu nutzen, um die Funktionsfähigkeit der Böden zu schützen. „Böden sind als Kohlenstoffspeicher ein wichtiger Faktor im Klimageschehen. Ihre hohe Biodiversität ist Grundlage der Bodenfruchtbarkeit und damit für die Erzeugung gesunder Lebensmittel und nachwachsender Rohstoffe", unterstrich der Abteilungsleiter für Wasser und Boden im hessischen Umweltministerium Wenzel Mayer die Bedeutung.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die gemeinsam von Umweltministerium und Wirtschaftsministerium organisiert wurde, stand der vorsorgende Bodenschutz bei der Planung, Genehmigung und Ausführung von Bauvorhaben. „Mit der hessischen Arbeitshilfe zum Bodenschutz in der Bauleitplanung steht den Kommunen und Trägern öffentlicher Belange ein praxistaugliches Instrumentarium zur Verfügung, um einen sorgsamen mit Umgang mit Böden sicherzustellen", so Mayer.

Die Prüfkataloge erleichtern eine systematische Bearbeitung aller relevanten Fragestellungen. Diese reichen von der Bedarfsermittlung und Flächenvorauswahl bis zur Prüfung von Schadstoffbelastungen oder möglichen Gefahren von Bodenabtrag aus Flächen in der Umgebung des Baugebietes.

Aber auch für die Ausführungsphase von der Rohrleitungstrasse bis zum Eigenheim werden viele konkrete Hinweise gegeben, wie unnötige Beeinträchtigungen der Böden vermieden werden können. Die Vorteile sind auch für den Bauherrn oft klar erkennbar: Wird beim Bau darauf geachtet, Bodenverdichtungen zu vermeiden, dann wird damit auch das Risiko von Gebäudeschäden durch Staunässe verringert. Gärten können ohne Lockerungsmaßnahmen direkt bepflanzt werden und versickernde Niederschläge stehen den Pflanzen zur Verfügung.

Wie lohnenswert der Schutz von Böden ist, zeigten auch die Untersuchungen ehemaliger Köhlerstandorte im Rheingau-Taunus Kreis. Die kulturgeschichtlichen Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden konnten, belegen besonders anschaulich den Archivcharakter von Böden.

Die Arbeitshilfe zu Bodenschutz in der Bauleitplanung und die Vorträge des Bodenschutzforums finden sich auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.hmuelv.hessen.de > Umwelt > Bodenschutz. (PD)
Pressekontakt
Frau Ira Spriestersbach
Telefon: 0611 - 815-1020
Fax: 0611 - 815-1943
E-Mail: pressestelle@umwelt.hessen.de
Pressemeldung Download: 


© proplanta 2006-2024. Alle Rechte vorbehalten.