28.05.2015 | 20:30:00 | ID: 20420 | Ressort: Landwirtschaft | Fischerei

MSC-Zertifizierungsprozess für Stellnetz- und Reusenfischerei kann beginnen

Schwerin (agrar-PR) -

Nachdem die Schleppnetzfischerei aus Mecklenburg-Vorpommern bereits die MSC-Zertifizierung für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Heringsbestände erhalten hat, übergab Minister Dr. Till Backhaus am Dienstag der Erzeugerorganisationen der Kutter- und Küstenfischer M-V GmbH einen Zuwendungsbescheid für die Voruntersuchung zur MSC-Zertifizierung für die Stellnetz- und Reusenfischerei.

„Nachdem die Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern schwere Jahre hinter sich gebracht hat, können wir ein wenig optimistischer in die Zukunft blicken. Die Bestände erholen sich leicht und wenn nun auch die passive Heringsfischerei bald das MSC-Siegel erhält, ist ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Nachhaltigkeit für die Bestände und Wirtschaftlichkeit für die Betriebe getan“, erklärte Dr. Backhaus heute in Sassnitz.

Das Zertifizierungsverfahren bewertet die Aspekte nachhaltige Fischerei, Umweltauswirkungen, Fischereimanagement. So wird zum Beispiel wissenschaftlich geprüft, wie groß die Beifangmengen sind. 160 Fischer von den 256 Haupterwerbsfischern aus MV sind dem Verfahren beigetreten. Die Reusen- und Stellnetzfischerei des Landes M-V hat im Jahr 2015 ca. 4.000 t der deutschen Quote für Hering der westlichen Ostsee (12.275 t) zugeteilt bekommen. Das sind 40 % der Anlandungen in Mecklenburg-Vorpommern. „Das MSC-Siegel ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch gesehen, sehr wichtig. Mit Gültigkeit der MSC-Zertifizierung erhöht sich der Preis um bis zu 30 %. Davon können vor allem die Fischer profitieren und wir Verbraucher können uns ganz bewusst für nachhaltigen Fisch aus Deutschland entscheiden“, so der Minister.

Für das Küstenland Mecklenburg-Vorpommern spielt die Fischerei nach wie vor eine wichtige Rolle. Seit 1994 wurden in 629 Vorhaben rund 172 Mio. Euro Fördermittel in die Fischerei gegeben, wodurch Gesamtinvestitionen von über 332 Mio. Euro ermöglicht wurden. „Wir wollen eine wettbewerbsfähige Fischerei in unserem Land. Daher haben wir zum Beispiel knapp 78 Millionen Euro in die Modernsierung der Fischereihäfen und über 58 Millionen Euro in eine bessere Verarbeitung und Vermarktung gesteckt. Heute können wir festhalten, dass der Strukturwandel der Fischerei, der mit der Wiedervereinigung eingeläutet wurde, auf die Zielgerade eingebogen ist“, unterstrich Dr. Backhaus.

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