29.11.2013 | 20:45:00 | ID: 16544 | Ressort: Umwelt | Klima

Land Nordrhein-Westfalen veröffentlicht Arbeitshilfe zur Bewältigung von Sturmkatastrophen im Wald

Düsseldorf (agrar-PR) -

Der Sturm Kyrill hat im Jahr 2007 den Wald in Nordrhein-Westfalen empfindlich getroffen. In solchen Krisensituationen kommt es für jeden Waldbesitzer darauf an, schnell und überlegt zu agieren. Mit dem neuen Faltblatt „Sturmkatastrophe – Empfehlungen zur Bewältigung für forstliche Zusammenschlüsse“ werden an Hand von Kurzübersichten und Checklisten leicht umsetzbare Hilfestellungen für den Krisenfall gegeben. Weitergehende Infos finden sich in einer Loseblattsammlung, die im Internet abrufbar oder beim Waldbauernverband NRW erhältlich ist.

 

Bei der Vorstellung des Faltblatts sagte der Parlamentarische Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, Horst Becker: „Mit dem Klimawandel nimmt die Wahrscheinlichkeit von Windwurfkatastrophen zu. Aufgabe der Politik ist es, sich der Realität zu stellen und Hilfestellung zu geben. Erstmals liegen nun für NRW Handlungsempfehlungen auch für den Kleinprivatwald im Katastrophenfall vor, die sich gezielt an die Vorstände von Forstbetriebsgemeinschaften richtet.“

 

„Wir haben aus Kyrill gelernt. Rasches und koordiniertes Handeln sind das A und O der Katastrophenbewältigung,“ so Andreas Wiebe vom Landesbetrieb Wald und Holz. „Der Leitfaden verschafft einen guten Überblick, was bei der Holzbereitstellung, beim Unternehmereinsatz, der Holzlagerung, dem Holztransport und der Vermarktung zu berücksichtigen ist. Darüber hinaus erhält er Tipps, was für den Waldschutz zu erfolgen hat, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche steuerlichen Aspekte es bei der Kalamität zu beachten gilt.“

 

Sieben Jahre nach Kyrill freut sich Dr. Philipp Freiherr Heereman vom Waldbauernverband NRW, dass nun endlich eine solche Information auch für die Waldbauern griffbereit stehe. Denn, “nach dem Sturm, sei vor dem Sturm”.

 

Dr. Heereman bedankte sich bei seinen Mitgliedern aus den Kyrill-Schadensgebieten, den Mitarbeitern des Landesbetriebes Wald und Holz und dem Umweltministerium für die Unterstützung und Förderung bei der Erstellung der sogenannten Handlungsempfehlungen. “Die Vorstände der Forstbetriebsgemeinschaften sind im Katastrophenfall neben dem Förster der erste Ansprechpartner des Waldbesitzers. Wir freuen uns, dass es jetzt einen Leitfaden gibt, der Antworten auf die häufigsten Fragen liefert, was im Katastrophenfall zu tun ist.”

 

Die im Faltblatt aufgeführten Empfehlungen stützen sich auf Erfahrungen aus vergangenen Verlusten im Wald auf Grund von Sturmereignissen, insbesondere Kyrill, und auf das unter www.waldwissen.net veröffentlichte Handbuch „Sturm“. Erarbeitet wurden die praktischen Handlungsempfehlungen von „sturmerprobten“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesbetriebs Wald und Holz, des Waldbauernverbandes NRW und des NRW-Umweltministeriums. Das Faltblatt und weitere Informationen sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de, www.wald-und-holz.nrw.de sowie unter www.waldbauernverband.de.

 

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