21.05.2015 | 16:45:00 | ID: 20374 | Ressort: Umwelt | Umweltpolitik

Mehr Raum für die Natur - Höfken: Nationalpark fördert Artenvielfalt

Mainz (agrar-PR) - Tag der biologischen Vielfalt

„Die Vielfalt von Tieren und Pflanzen ist unser größter Schatz. Doch ein Drittel der untersuchten Arten ist gefährdet. Das ist das alarmierende Fazit des aktuellen Bundesberichtes zur Lage der Natur. Auch die aktuellen Roten Listen in Rheinland-Pfalz belegen dies: Vogelarten wie Braunkehlchen sind gefährdet, Schmetterlinge wie Zitronenfalter oder Admiral werden immer seltener. Es zeigt: Wir müssen der Natur mehr Raum lassen. Der neue Nationalpark Hunsrück-Hochwald trägt dazu bei – mit über 10.000 Hektar geschütztem Rückzugsraum für Wildkatze, Schwarzstorch und Fledermaus“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken zum Tag der Artenvielfalt. Am Pfingstwochenende wird der Nationalpark in Rheinland-Pfalz eröffnet. „Die Natur führt dann dort Regie: Schritt für Schritt kehrt unberührte Wildnis zurück. Wälder können uralt werden. Scheue Arten wie die Wildkatze, seltene Vögel, Käfer und Pilze finden Lebensraum. Auf Hangmooren und Felsformationen wachsen Moose und Flechten und es blühen Pflanzen, die längst als verdrängt galten“, so Höfken. Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist ein wichtiger Beitrag des Landes zur Nationalen Biodiversitätsstrategie. Diese sieht vor, dass zehn Prozent des Staatswaldes Wildnis werden.

Die biologische Vielfalt sichert menschliche Grundbedürfnisse wie reine Luft, sauberes  Wasser und fruchtbare Böden. „Wir müssen erhalten, was uns erhält, auch für die nachfolgenden Generationen“, sagte Höfken. Dieser Auftrag richte sich an die gesamte Gesellschaft. Das Umweltministerium habe über den Nationalpark hinaus dazu eine Biodiversitätsstrategie auf den Weg gebracht. Die Strategie füge Projekte und Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt der Wälder, des Offenlandes und der Gewässer zusammen. „Wesentliche Elemente sind die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes und die „Aktion Blau Plus“ zur Renaturierung von Gewässern“, führte die Ministerin aus. Eine Schlüsselrolle nehme auch das Netz der Schutzgebiete in Rheinland-Pfalz ein. Dazu gehöre neben dem Nationalpark und den Natura2000-Gebieten das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. „Im Pfälzerwald befindet sich eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Westeuropas mit einer beeindruckenden biologischen Vielfalt. Das gilt es zu erhalten und für die nachhaltige Entwicklung der Region zu nutzen“, so Höfken und machte aufmerksam, dass sie am Freitag mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks das Biosphärenreservat besuche.

Als einen einzigartigen Rückzugsraum für seltene Arten und zugleich als Mahnmal gegen die NS-Verbrechen, wolle die Landesregierung auch die Westwallruinen erhalten. Dieses lange, grüne Band bestehe aus Bausteinen, die zum Biotopverbund entwickelt werden sollen.

Für die biologische Vielfalt sei auch der Beitrag der Landwirtschaft sehr wesentlich. „Gemeinsam mit der Landwirtschaft wollen wir deshalb Lebensräume von Tieren und Pflanzen in unseren Kulturlandschaften schaffen und erhalten. Wir unterstützen Landwirte, die besonders naturverträglich wirtschaften“, so Höfken. Dazu trage auch das neue Landesnaturschutzgesetz bei, das wertvolle Wiesen und Grünlandflächen weit stärker als bisher schützt und fördert.

 

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