19.03.2021 | 11:30:00 | ID: 29946 | Ressort: Verbraucher | Hobby & Freizeit

Klöckner: Wir alle tragen Verantwortung für den Wald

Berlin (agrar-PR) - Bundesministerin ruft zum Internationalen Tag des Waldes zu mehr Achtsamkeit im Grünen auf
Zum Internationalen Tag des Waldes kommenden Sonntag (21. März) ruft die Bundeswaldministerin Julia Klöckner zu Achtsamkeit und Rücksichtnahme in den heimischen Wäldern auf:

„Jeder kann dazu beitragen, dass unser Wald gesund bleibt und dort, wo er geschwächt ist, wieder zu Kräften kommt. Das fängt mit eigentlichen Selbstverständlichkeiten an: Etwa, dass Müll nicht in den Wald gehört. Doch leider sehen wir, dass die illegale Entsorgung zunimmt. Für Waldböden, Pflanzen, Gewässer und die Tiere ist das eine große Belastung. Unsere Wälder sind sensible Ökosysteme, die sich schlecht mit Autobatterien, alten Kühlschänken oder Plastik vertragen. Aber auch bereits das versehentlich beim Sport oder Wandern verlorene Papiertaschentuch braucht bis zu fünf Jahre bis es vollständig verrottet. Bei zurückgelassenen Plastiktüten sind es etwa 20, bei im Wald entsorgten Windeln rund 450 Jahre. Deshalb mein Appell: Unsere Wälder bieten uns so viel, wir müssen pfleglich mit ihnen umgehen. Zu Achtsamkeit im und Rücksichtnahme auf den Wald – dazu rufe ich uns alle auf!“

Weitere Beispiele, wie lange es dauern kann, bis Müll im Wald vollständig verrottet:
• Beschichtetes Bonbonpapier: 80 Jahre
• Zigarettenkippe: 10 Jahre
• Bananenschale: 3 Jahre
• Kerngehäuse eines Apfels: 2 Monate

Grünabfälle – darauf weist das Bundesministerium hin – gehören ebenfalls nicht in den Wald, auch wenn sie organisch sind. Der Wald ist eine gut abgestimmte Lebensgemeinschaft. Der Grünschnitt stört beim Verrotten das Mikroklima, eingeschleppte Pflanzen können die heimische Flora verdrängen.

Ganz klar ist zudem: Wer Abfälle im Wald entsorgt, verstößt gegen geltende Gesetze, es drohen hier Ordnungs- und sogar hohe Bußgelder. Die Kosten für die Entsorgung des Mülls im Wald müssen vom Waldbesitzer getragen werden: Im Staats- bzw. Kommunalwald wird dieses letztlich durch Steuern und Abgaben der Allgemeinheit finanziert. Im Privatwald trägt der Eigentümer in den meisten Fällen die Kosten selbst.
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Herr Mathia Paul
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Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
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