19.04.2010 | 00:00:00 | ID: 5426 | Ressort: Verbraucher | Verbraucherschutz

Arzneimittelfälschungen - Informationstag am 23.4.2010

Wien (agrar-PR) - 15 Prozent der am Weltmarkt in Umlauf befindlichen Arzneimittel sind Fälschungen. Fehlende Inhaltsstoffe, Verunreinigungen und falsche Dosierungen dieser Arzneimittel können schwere Nebenwirkungen verursachen und sogar zum Tod führen. Hauptumschlagplatz für diese Fälschungen ist das Internet: 95 Prozent der hier vertriebenen Arzneimittel sind Fälschungen oder entsprechen nicht den Standards legaler Herstellung. Die AGES PharmMed veranstaltet daher kommenden Freitag, den 23.4.2010, einen öffentlichen Informationstag zum Thema Arzneimittelfälschungen. Die Veranstaltung findet im Rahmen einer aktuellen Informationskampagne gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit statt. Veranstaltungsort ist das OMCL (Official Medicines Control Laboratory, Arzneimittelkontrolllabor) der AGES PharmMed, Zimmermanngasse 3 und Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien.

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Arzneimittelfälschungen“ präsentieren Polizei, Zoll, Pharmaindustrie und Apotheker ihre Maßnahmen, die sie im Kampf gegen Arzneimittelfälschungen setzen. Mit Vorträgen und Führungen durch die Laborräume des OMCL zeigen die Experten/-innen der AGES PharmMed, wie Verdachtsarzneimittel analysiert werden. Besucher/-innen haben auch die Möglichkeit, selbst einige Analysegeräte unter Anleitung der Experten/-innen auszuprobieren. Weiters wird ein Arzneimittelfälschungs-Risikoerkennungstool vorgestellt, das den Verbrauchern/-innen das Erkennen von Fälschungen erleichtern soll. Dieses Tool wird auch unter www.basg.at abrufbar sein.

Schwere Nebenwirkungen

Mit dieser Informationskampagne wollen die AGES PharmMed als nationale Arzneimittelagentur und das Bundesministerium für Gesundheit auf die Gefahren hinweisen, die mit einem Kauf von Arzneimitteln im Internet verbunden sind. Konsumenten/-innen können das Risiko, das mit einem Interkauf von Arzneimitteln verbunden ist, nicht abschätzen. Die fehlenden Inhaltsstoffe, Verunreinigungen und falschen Dosierungen dieser Arzneimittel können schwere Nebenwirkungen verursachen und sogar zum Tod führen.

In Österreich analysierte das OMCL der AGES PharmMed in den vergangenen vier Jahren 1.399 illegale Arzneimittel. Davon wies mehr als die Hälfte Gesundheitsrisiken für die Konsumenten/-innen auf. Im Vorjahr wurden 593 Proben von Arzneimitteln illegaler Herkunft untersucht, 70 bis 80 Prozent waren aus dem Dopingbereich. Nur fünf Prozent waren für den Spitzensport gedacht, 95 Prozent für Hobbysportler/-innen. Bei den illegal hergestellten Substanzen greifen die Produzenten/-innen zunehmend auf patentgeschützte Stoffe zurück, die es nicht bis zum Arzneimittel schafften, weil sie zu viele Nebenwirkungen hatten. Die Liste der Fälschungen führen Life Style-Produkte (Erektionsmittel, Abnehmmedikamente und Mittel gegen Haarausfall) an, auf den Plätzen folgen Doping-Substanzen und Narkotika sowie psychotrope Substanzen.

Informationstag am 23.4.2010:

Ort: AGES OMCL, Zimmermanngasse 3 und Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien
Zeit: 9:00 bis 20:30 Uhr
Eintritt frei

Das genaue Programm finden Sie unter www.basg.at.
Pressekontakt
Frau Dr. Ingrid Kiefer
Telefon: +43 (0)505 - 5525000
E-Mail: ingrid.kiefer@ages.at
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Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES)
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