31.08.2022 | 11:55:00 | ID: 33942 | Ressort: Gartenbau | Veranstaltungen

Größter Gemüse-Branchentreff Norddeutschlands in M-V

Schwerin (agrar-PR) - Mit über 50 Ausstellern und Partnereinrichtungen findet heute in Mecklenburg-Vorpommern der größte Gemüsebaufeldtag statt, den die norddeutsche Kooperation im Gartenbau (2004 gegründet) gemeinsam mit der Landesforschungsanstalt M-V (LFA) bislang auf die Beine gestellt hat. Auch Agrarminister Dr. Till Backhaus ist nach Gülzow-Prüzen bei Güstrow gekommen, um sich über aktuelle Forschungsschwerpunkte, neue Technologien, Anbaumethoden und Sorten zu informieren. „Ich freue mich über die große Beteiligung unter den norddeutschen Gemüsebaubetriebe und bin mir sicher, dass der Feldtag auch deutschlandweit auf großes Interesse in der Gemüsebaubranche stoßen wird“, sagte er vor Ort.

Der Minister betonte, dass die Produktion aller Gemüsefreilandkulturen stark unter den Witterungsextremen gelitten hat und die Verantwortlichen vor große Herausforderungen stellt: „Die Absicherung der Wasserversorgung insgesamt und die effiziente Bewässerung der Pflanzen werden daher künftig zu den wichtigsten Fragen im Garten- und Gemüsebau gehören“, sagte er weiter. Die LFA mit dem Kompetenzzentrum Freilandgemüsebau spiele dabei als Standort eine ganz entscheidende Rolle, denn nur in Gülzow-Prüzen können für den gesamten norddeutschen Raum auswertbare Bewässerungsversuche durchgeführt werden.

Die anhaltende Hitze, verbunden mit ausbleibenden Niederschlägen führe in ganz Europa zu massiven Ernteausfällen, sagte der Minister weiter. Hinzu komme, dass die Nachfrage nach Freilandgemüse aufgrund der allgemeinen Käuferzurückhaltung sinke, sodass keine auskömmlichen Preise erzielt werden können. Dem gegenüber stünden steigende Betriebkosten mit dem Ergebnis, dass die Umsatzerlöse in den Keller gehen.

Große Sorge bereiten deshalb Minister Dr. Backhaus die anhaltend steigenden Energiepreise, denn alles was unter Glas produziert werden muss, ist davon betroffen. Aber auch darüber hinaus sind die Auswirkungen spürbar, denn die Jungpflanzenanzucht auch für den Freilandgemüsebau erfolgt in Gewächshäusern. In Norddeutschland sei die Situation nach Angaben der Mecklenburger Ernte mit 27 Erzeugerbetrieben in Deutschland und Spanien noch nicht ganz so dramatisch. Das Unternehmen geht von einem Strukturwandel von kleinen Anbaubetrieben hin zu größeren, effizient arbeitenden Einheiten in den kommenden sechs bis sieben Jahren aus. Die momentane Situation könne diesen Prozess erheblich beschleunigen.

In MV wirtschaften derzeit rd. 56 Betriebe im Gemüsebau auf einer Fläche von 2241 Hektar (40 ha/Betrieb). 1992 waren es noch 141 Betriebe, auf einer Fläche von 1.050 Hektar (7,4 ha/Betrieb). 
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