02.03.2022 | 16:22:00 | ID: 32467 | Ressort: Landwirtschaft | Forstwirtschaft

Schadholz aus M-V erzielt gute Preise am Markt

Schwerin (agrar-PR) - Durch das Sturmquartett „Nadia“, „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ Ende Januar/Anfang Februar 2022 sind in den Wäldern aller Besitzarten Mecklenburg-Vorpommerns in den vergangenen Wochen etwa eine Million Festmeter Schadholz angefallen. Eine aktuelle Auswertung der obersten Forstbehörde hat ergeben, dass die Ereignisse nicht als Extremwetterereignisse von landesweiter Tragweite eingestuft werden können. Fördergeldzahlungen, zum Beispiel für die Aufräumarbeiten oder Wiederaufforstungsmaßnahmen, über die Förderrichtlinie Extremwetterereignisse der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) werden Waldbesitzer daher nicht gewährt.
Dazu Mecklenburg-Vorpommerns Forstminister Dr. Till Backhaus: „Die angefallene Schadholzmenge entspricht etwa der Hälfte des regulären Holzeinschlags im Gesamtwald pro Jahr und ist somit bei landesweiter Betrachtung erstmal nicht kritisch zu sehen. Ausschlaggebender Punkt für diese Entscheidung ist aber vor allem, dass der Holzpreis auf einem guten Niveau ist und die vorliegenden Holzmengen gut abfließen werden. Dies hat auch damit zu tun, dass das Holz – anders als in den von Dürre und Borkenkäferbefall geprägten Vorjahren – von sehr guter Qualität ist. Wir gehen daher davon aus, dass sich die Erlössituation der Waldbesitzer im Vergleich zu 2019/2020 wieder deutlich gebessert hat.“

Lag der Erlös 2018 noch bei gut 50 Euro pro Festmeter, sank er in 2020 auf 39 Euro Festmeter und erholte sich bis Ende 2021 wieder auf 46 Euro pro Festmeter, sagte er weiter. Bei der Fichte sei die Preiserholung nicht ganz so stark ausgeprägt. Dennoch gingen die Fachleute davon aus, dass das Schadholz gut am Holzmarkt platziert werden kann.

Im Mittel der Jahre 2017 bis 2020 lag der Holzeinschlag hierzulande jährlich bei ca. 1,9 Millionen Festmeter im Gesamtwald von Mecklenburg-Vorpommern. Davon entfielen rund 900.000 Festmeter auf den Privat- und Kommunalwald.

Durch die Stürme 2017 und die nachfolgenden Dürrejahre 2018, 2019 und 2020 gab es deutschlandweit einen Schadholzanfall in Höhe von 170,6 Million Festmetern und dabei entstanden bundesweite rund 280.000 Hektar Schadflächen, die wieder zu bewalden sind. Das waren Schadereignisse von nationaler Tragweite, erinnerte Backhaus. Der Holzmarkt brach zusammen, sodass Bund und Länder zügig reagierten. Zur Bewältigung der Extremwetterschäden im Wald wurde der GAK-Rahmenplan um die Extremwettertatbestände erweitert.
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