21.06.2021 | 08:38:00 | ID: 30371 | Ressort: Landwirtschaft | Forstwirtschaft

Nordrhein-Westfalen stellt auf Waldinfo.NRW neue digitale Karten zur Wiederbewaldung und Waldbrandabwehr zur Verfügung

Düsseldorf (agrar-PR) - Umweltministerin Heinen-Esser: Dies ist eine wichtige Ergänzung unserer fachlichen Unterstützungsangebote bei der Bewältigung der großen Waldschäden. Zudem bauen wir damit unsere Angebote bei der Digitalisierung im Wald stetig aus
Zur Unterstützung der Wiederbewaldung auf den Schadflächen und der Anpassung der Waldbewirtschaftung im Klimawandel werden erstmals digitale Karten zur Eignung von Baumarten und Mischbeständen im Maßstab 1:5.000 zur Verfügung gestellt, sie sind jetzt im Internetportal Waldinfo.NRW verfügbar.

Umweltministerin Heinen-Esser: "Dies ist eine wichtige Ergänzung unserer fachlichen Unterstützungsangebote bei der Bewältigung der großen Waldschäden. Erstmals stellen wir diese wichtigen Informationsgrundlagen und waldbaulichen Empfehlungen in moderner und benutzerfreundlicher, digitaler Form für den Waldbesitz zur Verfügung. Dies ist ein bedeutendes, praxisrelevantes Unterstützungsangebot bei der Wiederbewaldung. Zudem bauen wir damit unsere Angebote bei der Digitalisierung im Wald stetig aus."

Die Karten entsprechenden den fachlichen Empfehlungen des Waldbaukonzepts NRW und beinhalten auch Angaben zu ausgewählten Klimawandelszenarien. Sie weisen die höchste verfügbare räumliche Auflösung auf und liegen derzeit für etwa die Hälfte der nordrhein-westfälischen Waldfläche vor. Diese Karten weisen einen hohen Informationsgehalt für konkrete waldbauliche Maßnahmen auf. Die Kartierung der Waldböden auf der restlichen Fläche wird als langfristiges Verfahren fortlaufend ergänzt.

Für gesamt Nordrhein-Westfalen liegen diese Empfehlungen zu Baumarten und Mischbeständen auf der Grundlage der landesweiten Forstlichen Standortkarte vor, die eine geringere räumliche Auflösung aufweist (empfohlene Nutzung bis zum Maßstab 1:18.000) und in erster Linie der fachlichen Orientierung für ein bestimmtes Waldgebiet dienen soll.

Dr. Bertram Leder, Leiter des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft des Landesbetriebes Wald und Holz NRW: "Die neuartigen digitalen Instrumente und Datengrundlagen spielen bei der Anpassung der Waldbewirtschaftung an den Klimawandel eine große Rolle. Allerdings ist bei der Nutzung dieser Instrumente auch weiter forstfachliche Expertise erforderlich. Hier bietet der Landesbetrieb Wald und Holz Beratung und Schulungen an."

Aufgrund des erhöhten Waldbrandrisikos im Zusammenhang mit den Kalamitätsflächen und Sommerdürren wird zudem erstmals eine digitale Karte zur Unterstützung der Waldbrandabwehr über das Internetportal Waldinfo.NRW bereitgestellt. Dies erlaubt den Feuerwehren eine einfache und flexible Nutzung der benötigen Informationen, um insbesondere schnell über geeignete Waldwege zum Brandort zu gelangen.

Bei Waldinfo.NRW finden sich auch neue digitale Karten zur Vitalitätsabnahme von Fichtenwäldern auf der Grundlage aktueller Satellitenbildauswertungen (Stand März 2021), die die Bewältigung der Borkenkäferkalamität unterstützen.

Hintergrund:

Die neuen digitalen Karten zur Eignung von Baumarten und Mischbeständen im Klimawandel wurden im Auftrag des Umweltministeriums in Zusammenarbeit zwischen Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Geologischem Dienst NRW, Landesumweltamt NRW und IT.NRW erstellt.

Das Internetportal Waldinfo.NRW ist die zentrale Plattform für das Angebot zahlreicher wichtiger digitaler Karten und weiterer Informationen zum Thema Wald in moderner und benutzerfreundlicher Form. Das Portal umfasst derzeit 186 digitale Karten in acht Themenbereichen: Waldbedeckung, Waldökologie, Waldfunktionen, Waldbewirtschaftung, Waldnaturschutz, Freizeitnutzung, Waldschäden und Gefahrenabwehr, Kataster und Verwaltung. Das Portal wurde 2018 erstmals eingerichtet und wird seitdem periodisch um Karten ergänzt und technisch weiterentwickelt.

Die Bewältigung der großen Waldschäden, die seit dem Jahr 2018 im Zusammenwirken von Stürmen, Sommerdürren, Hitze und Borkenkäferkalamitäten entstanden sind, bleibt eine vordringliche Aufgabe für die nordrhein-westfälische Forstwirtschaft.
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