23.03.2016 | 12:20:00 | ID: 22072 | Ressort: Umwelt | Veranstaltungen

Projekt „Natur nah dran - Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“: Zehn Gewinner der ersten Wettbewerbsrunde stehen fest

Stuttgart (agrar-PR) - Jeweils bis zu 15.000 Euro für Grünflächen-Gestaltungen gehen nach Abtsgmünd, Bretten, Bühl, Denzlingen, Hemsbach, Lörrach, Ludwigsburg, Ravensburg, Wendlingen und Zwiefalten - Naturschutzminister Bonde: „Land unterstützt über 5 Jahre hinweg Kommunen bei der Gestaltung artenreicher Grünflächen“

Naturnahe Grünflächen in Städten und Gemeinden sind ökologisch von großer Bedeutung und tragen gleichzeitig zu mehr Lebensqualität bei. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Baden-Württemberg (NABU) unterstützt das Land mit dem Projekt „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“ Kommunen dabei, innerörtliche Freiflächen in naturnahe und artenreiche Grünflächen umzuwandeln. Jeweils bis zu 15.000 Euro für Grünflächen-Gestaltungen gehen nach Abtsgmünd, Bretten, Bühl, Denzlingen, Hemsbach, Lörrach, Ludwigsburg, Ravensburg, Wendlingen und Zwiefalten.

„Die zehn Gewinner-Kommunen der ersten Runde des Biodiversitätswettbewerbs ‚Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern‘ stehen fest. Aus 58 eingereichten Bewerbungen wählte eine Expertenjury aus Vertreterinnen und Vertretern des Städtetags, des Gemeindetags, des NABU und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz einstimmig die zehn Preisträger aus. Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern und freue mich über die zusätzlichen artenreichen Grünflächen, die im Land entstehen werden“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch (23. März) in Stuttgart bei der Bekanntgabe der zehn Kommunen, die jeweils bis zu 15.000 Euro für Grünflächen-Gestaltungen im Siedlungsraum erhalten werden. Bonde betonte, dass das Projekt „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“ auf fünf Jahre angelegt sei. „Jedes Jahr können sich die Kommunen in Baden-Württemberg mit ihren Ideen zur naturnahen Gestaltung von Grünflächen bewerben. Pro Jahr kommen zehn Kommunen zum Zug, so dass durch das Projekt in fünf Jahren 50 Kommunen mit bis zu 750.000 Euro unterstützt werden können“, sagte der Minister.

Zusätzlich zur finanziellen Förderung begleiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NABU die Kommunen intensiv bei der Umsetzung ihrer Projekte, so Bonde weiter. Hierzu gehöre die Beratung und Unterstützung bei der Planung und Realisierung von naturnahen Flächen, Schulungen für kommunale Bedienstete sowie die Beschaffung von gebietsheimischem Saat- und Pflanzgut, so Bonde weiter. „Los geht es nun mit der Erstellung eines konkreten Zeitplans für die Umsetzung der eingereichten und ausgewählten Ideen“, so Bonde.

Kommunen leisten wertvollen Beitrag für einen starken Naturschutz

„Die biologische Vielfalt ist die existenzielle Grundlage für die Tier- und Pflanzenwelt und für das menschliche Leben. Sie ist massiv bedroht: Expertinnen und Experten schätzen, dass weltweit täglich bis zu 130 Arten aussterben. Wegen dieser alarmierenden Situation hat die Landesregierung mit ihrer bundesweit gelobten Naturschutzstrategie einen ambitionierten Maßnahmenkatalog vorgelegt, um die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu sichern“, sagte der Minister. Die Naturschutzstrategie sei in intensiven Diskussionen mit Umweltverbänden, den Berufsvertretungen der Land- und Forstwirtschaft sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wissenschaften entstanden, nehme ressort- und themenübergreifend gezielt verschiedene Aktionsfelder in den Blick. „Die Naturschutzstrategie macht den Naturschutz im Land zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema. Die Städte und Gemeinden im Land leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt“, sagte Bonde.

Der Minister ermunterte die in dieser Runde nicht zum Zuge gekommenen Städte und Gemeinden, sich mit Vorschlägen an den Folgewettbewerben des Projekts „Natur nah dran“ zu beteiligen. „Die eingegangenen Bewerbungen haben einmal mehr verdeutlicht, wie viel Potenzial und Nachfrage im Land vorhanden ist. Wir wissen von Gemeinden, die sich in dieser Runde noch nicht beworben haben, jedoch an einer der nächsten Wettbewerbsrunden teilnehmen wollen. Ich danke allen teilnehmenden Kommunen für ihre Ideen und ihr Engagement. Ich freue mich auf die Bewerbungen zur nächsten Wettbewerbsrunde im Frühjahr 2017“, sagte Bonde.

Hintergrundinformationen:

Die Gewinner-Kommunen Bis 29. Februar 2016 konnten sich die Kommunen mit ihrer Idee bewerben. Die zehn Gewinnergemeinden der Wettbewerbsrunde 2016 verteilen sich über alle vier Regierungsbezirke:

  • Abtsgmünd (Ostalbkreis, Regierungsbezirk Stuttgart)
  • Bretten (Landkreis Karlsruhe, Regierungsbezirk Karlsruhe)
  • Bühl (Landkreis Rastatt, Regierungsbezirk Karlsruhe)
  • Denzlingen (Landkreis Emmendingen, Regierungsbezirk Freiburg)
  • Hemsbach (Rhein-Neckar-Kreis, Regierungsbezirk Karlsruhe)
  • Lörrach (Regierungsbezirk Freiburg)
  • Ludwigsburg (Regierungsbezirk Stuttgart)
  • Ravensburg (Regierungsbezirk Tübingen)
  • Wendlingen am Neckar (Landkreis Esslingen, Regierungsbezirk Stuttgart)
  • Zwiefalten (Landkreis Reutlingen, Regierungsbezirk Tübingen)

Projekt „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“ Der NABU Baden-Württemberg führt das Projekt „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“ in Kooperation mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg durch. Das Projekt ist auch in der Naturschutzstrategie Baden-Württemberg verankert, wird über die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes gefördert und wird außerdem vom Städtetag Baden-Württemberg und vom Gemeindetag Baden-Württemberg unterstützt. Informationen zum Projekt und zum Wettbewerb im Internet unter www.naturnahdran.de.
Nach der ersten Wettbewerbsrunde 2016 werden auch in den 2017 bis 2020 jährlich zehn weitere Kommunen ausgewählt, die mit bis zu 15.000 Euro bei der naturnahen Gestaltung ihrer Grünflächen im Siedlungsraum unterstützt werden. Die Auswahl erfolgt über eine Jury, in der Expertinnen und Experten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des NABU sowie der kommunalen Landesverbände vertreten sind.
Der Aufruf zur ersten Bewerbungsrunde erfolgte im Dezember 2015. Anfang Dezember 2015 erhielten alle Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg eine Informationsmappe, die unter anderem eine detaillierte Projektbroschüre sowie ein Informationsfaltblatt zu dem Projekt enthielt. (mlr-bw)

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