08.06.2009 | 00:00:00 | ID: 795 | Ressort: Verbraucher | Medien

Europawahl 2009

Bad Ems (agrar-PR) - Niedrige Wahlbeteiligung, hoher Briefwähleranteil Große Parteien verlieren auch in ihren Hochburgen
In ihren Hochburgen erzielt die CDU 52 Prozent der Stimmen (12,1 Prozentpunkte über ihrem Landesergebnis). Gegenüber der Europawahl 2004 verliert sie dort 9,4 Prozentpunkte und damit sogar stärker als in den Hochburgen aller anderen Parteien.

Die SPD erringt in Rheinland-Pfalz 425.887 der insgesamt 1,66 Millionen abgegebenen gültigen Stimmen. Das sind 13.457 Stimmen weniger als vor fünf Jahren (minus 3,1 Prozent). Aufgrund der gesunkenen Wahlbeteiligung erreicht die Partei damit dennoch - wie bereits bei der letzten Europawahl - einen Stimmenanteil von 25,7 Prozent.

Erneut ist die SPD stark in Regionen mit einem hohen Bevölkerungsanteil an evangelischen Kirchenangehörigen (5,2 Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt). Darüber hinaus erzielt sie ein überdurchschnittliches Ergebnis in Gebieten mit höherer Arbeitslosigkeit (2,4 Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt).

Bei der regionalen Betrachtung erzielt die SPD ihr höchstes Ergebnis im Landkreis Kusel (36,2 Prozent), den niedrigsten Stimmenanteil im Landkreis Ahrweiler (17,2 Prozent).

In ihren Hochburgen erzielt die SPD 34,3 Prozent der Stimmen (8,6 Prozentpunkte über ihrem Landesergebnis). Sie verliert dort gegenüber der vorangegangenen Europawahl 0,2 Prozentpunkte.

Die GRÜNEN erhalten bei dieser Wahl in Rheinland-Pfalz rund 157.959 Stimmen (gegen-
über 2004: plus 3.234 bzw. 2,1 Prozent). Ihr Stimmenanteil steigt um 0,4 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent.

Ihre besten Ergebnisse erreichen die GRÜNEN in den Universitätsstädten Mainz (20,3 Prozent), Trier (18,4 Prozent) und Landau in der Pfalz (15,7 Prozent). Den niedrigsten Stimmenanteil erzielen sie im Landkreis Cochem-Zell (5,6 Prozent). In den Hochburgen der anderen Parteien gewinnen die GRÜNEN ungefähr in der Höhe des Landestrends.

Die FDP erhält bei dieser Wahl in Rheinland-Pfalz 184.582 Stimmen. Das sind 73.631 mehr als 2004. Ihr Stimmenanteil wächst um 4,6 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent. Am stärksten verbesserte sich die FDP in den CDU-Hochburgen (plus 5,7 Prozentpunkte).

Ihr mit Abstand bestes Ergebnis erzielt die FDP im Landkreis Vulkaneifel (14 Prozent), die schlechtesten in den Landkreisen Kaiserslautern und Kusel (jeweils 8,8 Prozent) sowie in Ludwigshafen (neun Prozent).

DIE LINKE tritt das erste Mal bei einer Europawahl an und erreicht 57.445 Stimmen. Ihr Stimmenanteil beträgt 3,5 Prozent.

Im Vergleich zu ihrem Landesergebnis schneidet DIE LINKE vor allem in Gebieten mit höherer Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich ab (0,6 Prozentpunkte über dem Landesergebnis). Es gibt einen ausgeprägten positiven statistischen Zusammenhang zwischen dem Stimmenanteil der Linkspartei und dem der SPD. Das heißt, die regionalen Schwerpunkte der Partei DIE LINKE sind überwiegend dort zu finden, wo traditionell die SPD viele Wählerstimmen erringt.

Die höchsten Stimmenanteile erhält DIE LINKE im Landkreis Kusel (7,2 Prozent) sowie in Zweibrücken (6,9 Prozent), die niedrigsten im Landkreis Cochem-Zell (2,2 Prozent).

Die Langfassung der Untersuchung »Europawahl am 7. Juni 2009 - Teil 1: Analyse der Ergebnisse in der Wahlnacht« steht als PDF-Datei (1.296 kB) unter www.statistik.rlp.de im Themenbereich »Analysen und Prognosen«.
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