17.04.2020 | 16:30:00 | ID: 28697 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Milde Witterung und Regen halfen Ackerpflanzen gut über den Winter

Schwerin (agrar-PR) - „Nach dem Dürrejahr 2018, dem Wechselbad der Gefühle 2019 und jetzt unter dem Druck der Corona-Krise sehen unsere Landwirte und auch ich mit sehr gemischten Gefühlen in die Zukunft,“ so Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus anlässlich der Bestandsaufnahme der Ackerkulturen. „Dennoch können wir verhalten optimistisch sein, wenn die Frühjahrstrockenheit nicht zu lange anhält. Aber wie das Sprichwort sagt: Die Küken werden im Herbst gezählt,“ so der Minister weiter.
Der Winter 2019/2020 war durch milde Temperaturen und wenig Niederschläge in den letzten Monaten des Jahres 2019 gekennzeichnet. Die Vegetation konnte keine echte Vegetationsruhe erreichen, schon im Februar zeigten sich die ersten Frühlingsanzeichen. Andererseits kam es dadurch auch nicht zu Auswinterungsschäden und die Kulturen konnten die z.T. schwierigen Aussaatbedingungen im Herbst 2019 wieder ausgleichen.

Die Bodenwasservorräte wurden durch die starken Niederschläge im Januar und Februar bis zum Einsetzen des Wachstums nur im Oberboden aufgefüllt, in den tieferen Schichten besteht das Defizit, wenn auch etwas verringert, fort. Das trockene sonnenreiche Wetter der letzten Wochen verschärft allerdings zunehmend die Wasserverfügbarkeit. Erste Bestände von Wintergetreide auf leichteren Böden zeigen bereits Reduktionen des Blattapparates aufgrund der trockenen Bedingungen. Die wiedereinsetzende Abkühlung mit den Frostereignissen in der vorösterlichen Zeit verlangsamte die Pflanzenentwicklung im Allgemeinen. Gegenwärtig beträgt der Vegetationsvorsprung etwa 14 Tage im Vergleich zum langjährigen Mittel. Das wird beim Winterraps offensichtlich, der sich vielerorts gut entwickelt hat. Der Raps befindet sich im Knospenstadium, frühe Saaten und Sorten blühen bereits.

Die Gesamtanbaufläche von Wintergetreide, Aussaat 2019 zur Ernte 2020 = 536 Tha, entspricht dem langjährigen Mittel (2014 – 2019).

Beim Winterweizen zeigt sich weiterhin eine abnehmende Tendenz, die wichtigste Brotfrucht unserer Landwirte wurde nur noch auf ca. 310 Tha gedrillt. Das sind nochmals 20 Tha weniger als 2019 und fast 30 Tha weniger als im langjährigen Mittel. Gewinner sind der Roggen, hier hat die Anbaufläche im Vergleich zum langjährigen Mittel um ca. 13 Tha zugenommen, und die Wintergerste, von der ca. 14 Tha mehr im Feld stehen.

Beim Winterraps wurde zwar 5 Tha mehr als 2019 gedrillt, aber die Fläche liegt weiterhin ca. 20 % unter dem langjährigen Mittel (rd. 173 Tha zu 215 Tha).
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