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Landwirtschaft

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Weiteres Gipfeltreffen zur Afrikanischen Schweinepest

Landwirtschaftsminister Robert Habeck: „Ich freue mich, wenn es gelingt, aus der gemeinsamen Betroffenheit eine gemeinsame Verantwortung herzustellen.“

Kiel / Flintbek (agrar-PR) - Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck hat an die Landwirtschaft, den Handel, Transportunternehmer und Schlachtbetriebe appelliert, sich an den Kosten zur Prävention und der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest zu beteiligen.

„Ich freue mich, wenn es gelingt, aus der gemeinsamen Betroffenheit eine gemeinsame Verantwortung herzustellen“, sagte Habeck nach einem weiteren Gipfeltreffen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) heute (8. März 2018) in Flintbek.

Dort hatte sich Habeck mit Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft, des Handels, der Transporteure und der Schlachtbetriebe getroffen. „Es war ein konstruktives Gespräch, aus dem ich das Signal mitgenommen habe, dass grundsätzlich Bereitschaft besteht, eine Kostenbeteiligung zu prüfen. Das stimmt optimistisch“, sagte Habeck. Denkbar wäre es, dass sich die Branche an Kosten für Fallwild oder für die Reduktion der Gebühren für die Trichinschau beteiligt.

Die Afrikanische Schweinepest, die für Menschen ungefährlich ist, breitet sich in Osteuropa weiter aus. „Der Druck ist enorm. Sollte die Tierseuche auch nach Deutschland kommen, werden in weiten Teilen die Wirtschaftskreisläufe zusammenbrechen. Alle haben große Sorgen. Eine starke Prävention ist unbedingt erforderlich“, sagte Habeck.

Mit der in der letzten Woche im Bundesrat angenommenen Änderung der Schweinepest-Verordnung werden die Regelungen zur Reinigung und Desinfektion von Transportfahrzeugen für Schweine, die aus von ASP betroffenen Regionen zurückkehren, deutlich verbessert.

Neben den rechtlichen Vorgaben sollten die Transporteure und der Viehhandel weitere Maßnahmen zu Transportstandards sowie zu Lieferungen von Schweinen in die von ASP betroffenen Mitgliedsstaaten treffen, um das Risiko der Einschleppung des Erregers der Afrikanischen Schweinepest zu minimieren. „Das war unsere Forderung und es ist gut, dass es endlich so kommt“, sagte Habeck.

Die Öffentlichkeitsarbeit und die Sensibilisierung von Personengruppen, die sich in den betroffenen Gebieten aufgehalten haben, sollte auch durch die Verbände und Unternehmen weiter verstärkt werden, sagte Habeck.

Saisonarbeiter, Viehtransporteure für Mastferkel oder Schlachtschweine aus den betroffenen Mitgliedstaaten, Transporteure für Fleisch an den Schlacht- und Zerlegebetrieben sowie Mitarbeiter an den Schlachtbetrieben sollten über die Risiken des Mitbringens und achtlosen Entsorgens viruskontaminierter Lebensmittel, mangelnder Hygiene bei Tiertransporten oder Kontakten mit Schwarzwild in diesen Gebieten aufgeklärt werden.

Hintergrund

Nach Ausbrüchen in Russland und der Ukraine hat sich die ASP innerhalb der EU bereits in Polen, Estland, Lettland und Litauen ausgebreitet und rückt in den Ländern weiter gen Westen vor. Die ASP ist für Menschen ungefährlich. Im Falle eines Ausbruchs erkranken Wildschweine und Hausschweine aber gleichermaßen und die Krankheit endet fast immer tödlich. Es gibt bislang keine Impfung dagegen. (melund-sh) (Ende / agrar-presseportal.de)
Schlagworte
Schweinegesundheit | Fallwild | Schweinepest | Trichinschau | Schlachtbetriebe | ASP | Schweinepest-Verordnung | Schweineseuche | Afrikanische-Schweinepest | Robert-Habeck
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