19.06.2015 | 18:20:00 | ID: 20545 | Ressort: Landwirtschaft | Fischerei

Rund 6.200 Tonnen Speisefisch wurden im Jahr 2014 in Bayern erzeugt

Fürth (agrar-PR) - Vier Prozent der Aquakulturbetriebe produzierten fast drei Viertel der Speisefische
Im Jahr 2014 wurden von den Speisefisch produzierenden Aquakulturbetrieben in Bayern 6.238 Tonnen (t) Speisefisch erzeugt. Dies waren nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik 121 t bzw. 1,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Trotz der Kleinstrukturierung der Aquakulturbetriebe in Bayern wurde der überwiegende Teil der in den Verkauf gegangenen Fische von nur wenigen großen Betrieben erzeugt. So entfielen auf 4,1 Prozent der Aquakulturbetriebe - ihre jährliche Fischproduktion betrug jeweils mindestens fünf Tonnen - fast drei Viertel (4.514 t) der zum Verzehr verkauften Fische.

Im Durchschnitt wurde von jedem dieser knapp 200 Betriebe 23 t Speisefisch erzeugt. Dagegen trugen die kleineren Betriebe, die eine jährliche Produktion von unter einer Tonne aufweisen (85,5 Prozent der Aquakulturbetriebe), lediglich gut ein Zehntel (663 t) zur Speisefischproduktion in Bayern bei. Die durchschnittlich erzeugte Menge dieser rd. 4.100 Betriebe lag bei lediglich 162 kg.

Gut sieben Zehntel der Speisefischproduktion in Bayern entfielen auf die Regenbogen- und Lachsforelle (2.358 t bzw. 37,8 Prozent) sowie auf den Gemeinen Karpfen (2.149 t bzw. 34,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Forellenproduktion um 105 t bzw. 4,7 Prozent. Demgegenüber blieb die Karpfenerzeugung um gut acht Prozent (190 t) unter dem Vorjahresniveau. Des Weiteren entfiel knapp ein Viertel der erzeugten Speisefische auf den Elsässer Saibling (743 t), die Bachforelle (399 t) sowie den Bachsaibling (286 t).

Knapp 84 Prozent der Karpfen stammten aus Mittelfranken (1.032 Tonnen bzw. 48,0 Prozent) sowie der Oberpfalz (764 Tonnen bzw. 35,6 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgt Oberfranken mit 169 t bzw. einem Anteil von 7,9 Prozent. Regional deutlich weniger konzentriert ist die Forellenzucht.

Jeweils rund ein Viertel der Regenbogenforellen (ohne Lachsforellen) kamen aus Oberbayern (511 t) sowie Schwaben (491 t). Des Weiteren wurden 17,7 Prozent der Regenbogenforellen in der Oberpfalz (361 t) und 14,9 Prozent in Unterfranken (305 t) produziert.

Neben den Speisefischen wurden in Bayern an verzehrfähigen Aquakulturen nur noch Krebse erzeugt. Mit 1,8 t fiel die Menge allerdings sehr gering aus.

Die Ergebnisse basieren auf der gemäß der EU-Verordnung über die Vorlage von Aquakulturstatistiken bundesweit jährlich durchzuführenden Aquakulturstatistik. Unter Aquakultur wird die Produktion von Gewässerlebewesen (Fische, Krebs- und Weichtiere, Algen) unter kontrollierten Haltungs- und Aufzuchtbedingungen verstanden. Im Gegensatz zur Fischerei sind die Wasserorganismen während der gesamten Aufzucht bis zum Verkauf im Besitz der Betreiber der Aquakulturanlagen. (statistik-bayern)
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