25.08.2022 | 11:35:00 | ID: 33905 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Gute Getreide- und Rapserträge im Norden erwartet

Kiel (agrar-PR) - Nach der zweiten Ernteschätzung wird für Schleswig-Holstein in diesem Jahr eine Getreide­ernte (ohne Körnermais) von 2,6 Mio. Tonnen (t) erwartet.
Die diesjährige Getreideerntemenge läge damit voraussichtlich fünf Prozent über der des Vorjahres, so das Statistikamt Nord. Der Hektarertrag über alle Getreidearten (ohne Körnermais) wird im Landesmittel auf knapp 87 De­zitonnen (dt) prognostiziert, das wären acht Prozent mehr als der sechsjährige Durchschnitts­wert von 81 dt.

Allein 1,4 Mio. t oder 53 Prozent der Getreideernte entfielen auf Winterweizen. Es wird ein Hektarertrag von gut 92 dt erwartet, das wären vier Prozent mehr als im Vorjahr und fünf Pro­zent mehr als der sechsjährige Mittelwert. Die Anbaufläche wurde um 6.000 Hektar (ha) einge­schränkt, sodass die Erntemenge bedingt durch den hohen Hektarertrag das Vorjahresergebnis erreichte.

Wintergerste wurde auf einer um ein Prozent eingeschränkten Fläche von 68.200 ha ange­baut. Es wird ein Hektarertrag von 93 dt erwartet. Dieser Wert läge um zwölf Prozent über dem langjährigen Durchschnittswert und zehn Prozent über dem des Vorjahres. Die Erntemenge von gut 0,6 Mio. t fiele um zehn Prozent höher aus als 2021.

Für Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) wird eine Erntemenge von knapp 0,3 Mio. t prognostiziert. Damit läge der erwartete Ertrag von knapp 76 dt/ha über dem des Vorjahres (73 dt/ha) und über dem langjährigen Mittel (68 dt/ha).

Auch die Sommerungen konnten bei einer Ausweitung der Anbaufläche und guten Erträgen überdurchschnittliche Erntemengen erzielen. Bei der Sommergerste sind Erträge von rund 65 dt/ha zu erwarten. Das sind 29 Prozent mehr als das Vorjahresniveau. Die Erwartungen beim Haferertrag sind im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 67 dt/ha gestiegen.

Die positiven Ernteerwartungen basieren auf guten Wachstumsbedingungen während der Ve­getationsphase. Ein milder Winter ließ das Getreide und den Raps mit einer guten Bestands­dichte in das Frühjahr gehen. Trotz einer übers Jahr betrachtet zu geringen Niederschlags­menge und überdurchschnittlichen Temperaturen konnten ertragsreiche Bestände heranreifen.

Die bisherige Ernte konnte bei optimalem Druschwetter mit geringen Kornfeuchten eingefahren werden. Im Vergleich zur ersten Ernteschätzung ist die Ertragserwartung für Winterraps von knapp 39 dt/ha auf gut 43 dt/ha gestiegen. Somit läge der Hektarertrag 18 Prozent über dem Vor­jahresertrag (37 dt/ha) und 23 Prozent über dem sechsjährigen Mittelwert. Mit der Ausweitung der Anbaufläche auf 74.700 ha ergäbe sich eine Erntemenge von gut 0,3 Mio. t, die damit um 43 Prozent über der des Vorjahres läge.

Hinweis:

Diese Daten stammen aus der besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung. Für die exakte Er­tragsmessung wurden 550 Felder in die Stichprobe einbezogen, deren Erntedaten noch nicht vollzählig vorliegen. Da die Erntephase noch nicht beendet ist, können die endgültigen Ernte­mengen für Getreide und Raps durch den weiteren Witterungsverlauf (z. B. Sturm, Hagel und Starkregenfälle) von dieser zweiten Schätzung abweichen.
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