13.06.2013 | 09:50:00 | ID: 15250 | Ressort: Landwirtschaft | Wissenschaft & Forschung

Forschung in 18 Ländern: Züchtungseffizienz von Getreide und Leguminosen erhöhen

Bonn (agrar-PR) - Vom 15. bis 21. Juni ist die Aktionswoche der Nachhaltigkeit. Dieser Begriff ist auch Stichwort für das neu gestartete Forschungsprojekt COBRA: Um Weizen, Gerste, Erbsen und Ackerbohnen nachhaltig zu züchten und widerstandsfähiges Pflanzmaterial zu entwickeln, untersuchen 40 Partner die Saatgutqualität und Anpassungsfähigkeit für eine effiziente Züchtung.

In COBRA (Coordinating Organic Plant Breeding Activities for Diversity) beschäftigen sich Wissenschaftler aus 18 Ländern mit der Pflanzenzüchtung. Damit ist COBRA das größte Projekt, das bisher über den EU-weiten Forschungsverbund CORE Organic gefördert wurde.


Nachhaltiges Pflanzgut

Die Pflanzenzüchter arbeiten mit Weizen und Gerste sowie Erbsen und Ackerbohnen. In Deutschland werden drei Teilprojekte zu Winterweizen durchgeführt. Unersucht werden die Saatgutqualität und -gesundheit, Anpassungsfähigkeit an verschiedene Stresssituationen wie Klimaveränderungen sowie die Steigerung der Züchtungseffizienz. Dabei verwenden die Wissenschaftler Evolutionsramsche, die sich bereits an verschiedenen Standorten weiterentwickelt haben.

Die Ergebnisse der deutschen Teilprojekte sollen dem Gesamtziel dienen, die Verwendung von genetisch sehr unterschiedlichem Pflanzmaterial zu fördern. Zudem soll eine Selektion von Ausgangsmaterial für lokal angepasste Linien und Linien mit hoher Widerstandskraft gegen Krankheiten möglich sein. Durch die EU-weite Zusammenarbeit werden die verschiedenen Züchtungsaktivitäten innerhalb Europas zusammengeführt.


COBRA als Teil der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beteiligt sich an transnationalen Aktivitäten wie dem ERA-Net Core Organic. ERA-Nets sind transnationale Kooperationsnetzwerke, die Forschungsthemen ermitteln und Projekte einwerben. CORE Organic befasst sich mit transnationalen Themen des ökologischen Landbaus entlang der Wertschöpfungskette.

Eine fachliche Zusammenarbeit erfolgt in der BLE mit dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), das die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft in Deutschland verbessern will. Es ist Teil der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Die möchte den Anteil landwirtschaftlich genutzter Flächen mit ökologischer Bewirtschaftung durch verbesserte Rahmenbedingungen weiter erhöhen. (ble)
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