27.04.2023 | 17:47:00 | ID: 36162 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Milchgipfel im Bayerischen Landtag: „Münchner Milchmarkt-Erklärung“ verabschiedet

München (agrar-PR) - Im Rahmen eines bayerischen Milchgipfels, zu dem die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bayerischen Landtag die verschiedenen Akteure des Milchmarkts auf Erzeugerebene eingeladen hatte, wurden vergangenen Freitag die aktuelle Marktsituation und sich daraus ergebende Handlungsnotwendigkeiten diskutiert. Im Ergebnis wurde die „Münchner Milchmarkt-Erklärung“ verabschiedet – unterzeichnet vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM, der Arbeitsgemeinschaft AbL, dem BUND für Naturschutz Bayern und der Fraktion der Grünen im Bayerischen Landtag sowie im Europarlament.
„Wir begrüßen, dass wir die Gelegenheit erhalten haben, die Markt- und Kostensituation der Milchviehbetriebe ausführlich vorzustellen, denn die Antworten vieler Ministerien auf unsere Schreiben anlässlich der Agrarministerkonferenz im Frühjahr haben uns bestürzend deutlich vor Augen geführt, dass hier noch immer die Tragweite der sich massiv verschlechterten Marktlage für die Milchviehbetriebe komplett unterschätzt wird. Viele Ministerien gehen angesichts der zufriedenstellenden Einkommenssituation im vergangenen Jahr davon aus, dass es keinerlei Handlungsbedarf gibt“, erklärt Manfred Gilch, Vorstandsmitglied des BDM und bayerischer BDM-Landesvorsitzender. „Ausgeblendet wird, dass die Milchviehhalter seit 2009 drei Markt-Krisen mit riesigen Verlusten durchlaufen haben und das Einkommen in all den Jahren 2022 das erste Mal gewinnbringend war. Ausgeblendet wird auch, dass die Kosten für Betriebsmittel nach wie vor hoch bleiben und wir auf einem deutlich höheren Preisniveau in die Krise rutschen.“

„Mit der „Münchner Milchmarkt-Erklärung“ wird die wirtschaftliche Situation der Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter und damit auch die Handlungsnotwendigkeit realistisch anerkannt“, hebt Manfred Gilch positiv hervor. „Das ist Grundvoraussetzung dafür, dass auch tatsächlich gehandelt wird und der Milchmarktkrise aktiv mit einem Freiwilligen Lieferverzicht begegnet wird.“

„Wir bauen darauf, dass die „Münchner Milchmarkt-Erklärung“ Schule macht und auch andere Parteien bzw. andere Bundesländer gewillt sind, die Bundesregierung zu verpflichten, sich für den Freiwilligen Lieferverzicht auf europäischer Ebene einzusetzen. Die Politik hat damit ein Instrument in der Hand, mit dem sie steigende Verluste für die Milcherzeuger verhindern kann,“ betont BDM-Vorsitzender Karsten Hansen. „Alle betonen, wie wichtig es ist, möglichst viele Betriebe und damit eine vielfältige Agrarstruktur zu erhalten. Es wird Zeit, das jetzt auch tatkräftig zu beweisen.“

Im Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM) haben sich aktive Milcherzeuger zusammengeschlossen, die ein existenzielles Interesse an der Weiterführung ihrer Betriebe haben. Der BDM ist unabhängig, parteilos und vertritt ausschließlich die Interessen der Milchviehhalter.

Mehr Infos unter www.bdm-verband.org.

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