12.08.2022 | 11:37:00 | ID: 33819 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

Rapsanbau mit hoher Wirtschaftlichkeit

Berlin (agrar-PR) - Rückenwind für die neue Rapsaussaat im August/September ergibt sich aus den Rahmenbedingungen in Folge des Ukraine-Krieges.
Nach Einschätzung der UFOP ist der Raps mit der höchsten Wirtschaftlichkeit unter den Ackerbaukulturen gut aufgestellt. Aufgrund der diesjährigen frühen Getreideernte ist nicht mit zeitlichen Engpässen für eine optimale Saatbettbereitung und Aussaat zu rechnen. Dennoch sollte jetzt zeitnah nach dem Abschluss der Getreideernte die Umsetzung der Anbauplanungen für Winterraps starten.

Im Zuge des Schocks auf den Agrarmärkten durch den völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine war im Frühjahr eine nie dagewesene Dynamik auf den Rapsmärkten mit Höchstständen bei den Erzeugerpreisen zu beobachten. Obwohl 2022/23 mit einer komfortableren Versorgung als im gerade abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu rechnen ist, dürften die Rapspreise nicht auf das niedrige Niveau der Vorjahre zurückfallen.

Die Verschiffung von Agrargütern über die ukrainischen Schwarzmeerhäfen ist seit einigen Tagen wieder in Gang gekommen. Dennoch bleiben große Unsicherheiten, wie viel Raps in der Ukraine künftig geerntet und exportiert werden kann. Die UFOP sieht für den deutschen Raps sowohl der Ernte 2022 als auch der Ernte 2023 daher gute Vermarktungschancen und ruft die Landwirte auf, bei der in den nächsten vier Wochen anstehenden Aussaat im Rahmen der betriebsindividuellen Fruchtfolge ihre Möglichkeiten auszuschöpfen.

Dies gilt insbesondere angesichts der im Jahr 2022 erzielten Rapserträge. Trotz Hitzewellen im Juni und Juli und verbreiteter wochenlanger Dürre sind in weiten Teilen Deutschlands beachtlich große Ernten eingefahren worden. Regional gab es regelmäßig Berichte von 50 dt/ha und mehr, die mit sehr hohen Ölgehalten von zum Teil bis zu 48 % trocken von den Schlägen eingebracht werden konnten.

Die in den Handelsverträgen vereinbarte Mehrölvergütung dürfte in Verbindung mit noch nicht verkauften Rapssaatmengen aus der aktuellen Ernte eine interessante Vermarktungsoption für mögliche Preisspitzen in den nächsten Wochen und Monaten darstellen sowie Liquidität für den Einkauf der Betriebsmittel für die nächste Ernte sicherstellen.

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Dr. Manuela Specht
Union zur Förderung von
Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP)
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