28.07.2021 | 11:28:00 | ID: 30594 | Ressort: Landwirtschaft | Pflanze

So wenig Getreide wie zuletzt 1995 auf Brandenburgs Feldern

Potsdam (agrar-PR) - Der Getreideanbau der Brandenburger Landwirte ist nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2021 gegenüber dem Vorjahr um 9.900 Hektar auf insgesamt 495.500 Hektar zurückgegangen.
Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurde letztmalig im Jahr 1995 so wenig Getreide angebaut. Getreide wächst 2021 auf 50 Prozent der insgesamt 996.400 Hektar großen Ackerfläche Brandenburgs.

Der Anbau von Roggen geht gegenüber dem Vorjahr weiter zurück. Auf 160.300 Hektar (–12.400 Hektar) und damit auf fast einem Drittel der Getreidefläche wird Roggen zu ernten sein. Dagegen hat sich die Anbaufläche des Winterweizens als zweitwichtigstes Getreide mit 158.500 Hektar gegenüber dem Vorjahr um mehr als 4.000 Hektar ausgedehnt. Auf den weiteren Plätzen folgen Gerste mit 97.800 Hektar sowie Triticale mit 30.700 Hektar, deren Anbaufläche um 3 bzw. 5 Prozent zurückgegangen ist.

Mais wächst auf einer Fläche von 224.000 Hektar, das entspricht gegenüber 2020 einem Rückgang von 8.700 Hektar. Die verschiedenen Nutzungsformen von Mais (vor allem Körner- und Silomais) werden auf 22 Prozent des Ackerlandes angebaut.

Winterraps und Sonnenblumen sind wichtigste Ölfrüchte

Die Ernte der Ölfrüchte erfolgt auf 10 Prozent des Ackerlandes. Hier gab es gegenüber 2020 einen weiteren Anbauanstieg um 12 Prozent auf gut 103.100 Hektar. 2020 erfolgte die Ernte nur auf 91.700 Hektar. Diese Entwicklung ist größtenteils auf die um fast 10.000 Hektar erhöhte Winterrapsfläche auf 86 800 Hektar zurückzuführen. Winterraps ist die bedeutendste Ölfrucht sowohl in Brandenburg als auch in Deutschland. Der Brandenburger Sonnenblumenanbau erhöhte sich um fast 17 Prozent auf 13.000 Hektar.

Süßlupinen verlieren an Bedeutung

Hülsenfrüchte wachsen in diesem Jahr auf 2 Prozent des Ackerlandes. Die bestimmenden Hülsenfrüchte Brandenburgs sind Erbsen mit 9.900 Hektar und Süßlupinen mit 7.600 Hektar. Brandenburg galt bisher als wichtigstes deutsches Anbauland für Süßlupinen. Deren Bedeutung ist aber rückläufig, denn noch nie war seit 2004 die Fläche so klein wie 2021.

Hackfruchtanbau leicht rückläufig

Hackfrüchte werden auf fast 17.400 Hektar angebaut. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich hier die Fläche um fast 6 Prozent. Die diesjährige Kartoffelernte findet auf 10.500 Hektar statt. Die Zuckerrüben sind auf 6.700 Hektar zu roden.
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