11.08.2014 | 15:18:00 | ID: 18397 | Ressort: Landwirtschaft | Agrarpolitik

Sonderagrarministerkonferenz infolge der Russlandsanktionen nötig

Schwerin (agrar-PR) -

Nachdem in dieser Woche der Präsident der Russischen Föderation bekannt gegeben hat, dass Produkte der Land- und Ernährungswirtschaft aus der EU nicht mehr nach Russland importiert werden dürfen, plädiert Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, dafür, eine Sonderagrarministerkonferenz anzuberaumen. „Die Sanktionen treffen ganz Deutschland. Daher müssen die Länder und der Bund nun schnell prüfen, welche genauen Ausmaße die Sanktionen für die Wirtschaft bedeuten und was getan werden kann, um der veränderte Marktlage zu begegnen“, hebt der Minister hervor.

Der Minister begrüßt es, dass auf der EU-Ebene Maßnahmen ergriffen werden, um auf die neue Situation zu reagieren. „Es ist ein gutes Zeichen von EU-Agrar-Kommissar Ciolos, dass eine Expertengruppe nächste Schritte erarbeiten soll. In diesem Kontext müssen wir bedenken, dass im nächsten Jahr die EU-Milchquote ausläuft und dieser Sektor am stärksten von den Sanktionen betroffen ist“, betont Dr. Backhaus.

Auf einer Sonder-Agrarministerkonferenz müssen Überlegungen angestellt werden, wie man die Land- und Ernährungswirtschaft im Krisenfall unterstützen kann. „Daher habe ich als Sprecher der SPD-geführten Länder den Vorsitzender der AMK gebeten, ein Treffen schnellstmöglich einzuberufen. Ich habe von einigen Kollegen bereits Zustimmung für meinen Vorschlag signalisiert bekommen“, so der Minister.

Letztendlich muss für eine schnelle Konfliktbeilegung alles getan werden. „Daher hoffe ich, dass eine friedliche Lösung des Ukraine-Konfliktes bald möglich ist, den Menschen vor Ort geholfen wird und die Sanktionen aufgehoben werden können“, kommentiert Dr. Backhaus die aktuelle Situation.

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